Laufberichte 2014

Ich kann nichts dagegen tun, dass ich älter werde...
Aber ich kann verhindern, dass ich mich dabei langweile!!

 

Ich wünsche allen

ein erfolgreiches Jahr 2014

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Epilog 2013

 

Das Walking-Jahr 2013 der Laufserie „im Osten Deutschlands“ war ein turbulentes Jahr in mehrfacher Hinsicht.

Es begann mit einem Paukenschlag und endete mit einem Wermutstropfen beim Frostwiesenlauf 2014.

Der Paukenschlag

Die Wertung wurde verändert. Der Leistungsgedanke wurde abgeschafft. Die Platzwertung suchte man vergebens. Die km-Wertung, die im vergangenen Jahr liquidiert worden war, wurde wieder hereingenommen. Eine Cup-Wertung gab es nicht mehr.

Die Wertung des Neujahrslaufes 2013, die schon in der Wertung des abgelaufenen Jahres 2012 als Wertung des letzten Laufes berücksichtigt worden war, erhielt noch einmal eine Berücksichtigung als Wertung des ersten Laufes 2013. Das verstehe mal einer. Ein aktiver Walker wurde zu diesen Wertungsänderungen nie gefragt.

So kann man dann auch die Formulierung im Reglement: „Um den Fahraufwand zur Teilnahme an der WALKING-SERIE nicht zu kostenintensiv werden zu lassen,sind Veranstaltungen aus verschiedenen Regionen in den Jahresplan 2013 aufgenommen worden.“ getrost unter Ulk verbuchen.

Die Wertung des sportlichen Vergleiches war abgeschafft worden.

Die Wahrheit ist jetzt, wer jetzt noch Wert auf eine Anerkennung legt, MUSS reisen. Sonst ist ein Eintrag in die Fleißwertung (Anzahl der Teilnahmen) , gleichbedeutend auch verbunden mit einer km-Wertung, nicht möglich.

Dieses Reglement wurde allen Walkern/Nordic Walkern erst im Februar 2013 bekanntgegeben.

 

Mit dieser veränderten Wertung walkten wir weiter im Jahr 2013. Der Anfang war ja der Neujahrslauf in Lauchhammer.

Veränderungen bei den Läufen des Jahres selbst gab es einige. Der Seenlauf 100 präsentierte sich mit neuer Strecke. Start und Ziel am neuen Seehafen in Senftenberg waren eine gute Lösung. Wer als Walker/Nordic Walker allerdings auf die große Strecke ging, erreichte das Ziel bei voller Dunkelheit fast unbeachtet.

Der Foschlauf in Biehla macht es aber vor, dass es auch anders geht. Aber hier gibt es ja auch einen anderen Organisator.

Auch der Nikolauslauf brachte uns eine Streckenänderung.

Beim Wetter stellte auch Petrus manchmal seine Walkingstöcke in die Ecke und bescherte uns nicht gerade das gewünschte Wetter. So fiel der Elsterlauf völlig ins Wasser, nicht nur für uns Aktive, sondern auch für die Angehörigen und die wenigen Zuschauer. Auch das Brunnenfest als Umrahmung hatte darunter zu leiden. Der Europamarathon in Görlitz war ebenfalls eine Regenveranstaltung.

Die Krone eines Regenlaufes war allerdings der Festungslauf in Königstein. Und trotzdem, nicht nur Läufer, auch Walker sind hart im nehmen. Das letzte Aufbäumen der Sturmtage um „Xaver“ erlebten wir beim Nikolauslauf um den Senftenberger See. Es war schon heftig, was uns da abschnittsweise ins Gesicht wehte.

 

Aber die Laufserie bestand eben nicht nur aus diesen Läufen. Und so konnten wir mit dem Wetter zufrieden sein. Vielleicht auch deswegen, weil wir bei der Sparkassen Panoramatour dieses Mal vom Regen verschont blieben.

Die Sparkassen Panoramatour „Sächsische Schweiz“ wartete mit einer Neuerung, dem Etappenwalken, auf. Unverständlich an diesen Tagen war allerdings – wer die 3 Strecken des Etappenwalkens einzeln buchte und darauf verzichtete, später bei der Siegerehrung zuschauen zu dürfen, konnte 13 Euro sparen. Eigentlich wäre das einmal erklärungswürdig, zumal beim Festungslauf für den Veranstalter der Walkingserie keine Arbeit angefallen war, außer der Übernahme der Ergebnisse.

Der Erikalauf, der ein Jahr vorher seine Premiere erlebt hatte, verschwand wieder in der Versenkung. Es gab keine Wiederholung. Schade für uns auch in doppelter Hinsicht - es war eine schöne Strecke und die Leistungen auch der Walker wurden anerkannt und gewürdigt. Allerdings aus den Kreisen des Veranstalters der Walking-Serie war zu vernehmen, die Siegerehrung der Walker war ein Irrtum. Hallo? - wie soll man das nun wieder verstehen?

Da sind ja die kleinen Veranstaltungen, die von örtlichen Veranstaltern organisiert und durchgeführt werden, mit viel weniger finanzieller Mittel, eine rühmliche Ausnahme. Hier steht wirklich der Aktive im Mittelpunkt, egal in welcher Disziplin. Und seine Leistung wird auch gewürdigt, auch wenn er als Letzter ins Ziel kommt.

Deshalb hier ein ganz großes Danke an den „Schwarzenberglauf“ in Elstra und an den „Lauf um die Schafbergschanze“ in Großthiemig.

Spaß konnte man auch haben beim „Branitzer Parklauf“ oder beim „Jamnoer Seelauf“, wo ich als einziger Nordic Walker am Start war. Da hatte ich die ungetelte Aufmerksamkeit der Außenstehenden. Und wenn dann beim nächsten Lauf auch nur einer mehr mitläuft, dann wird die Presse bestimmt schreiben, beim Nordic Walking 100% mehr Teilnehmer.

Allerdings sollte hier einige Vereine und örtliche "Einrichtungen" einmal über den eigenen Tellerrand schauen und das Denkschema, "MEIN Verein, MEINE Veranstaltung, MEINE Organisation", ablegen.

Dazu nur ein Beispiel: Die rbb-Laufbewegung ist eine lobenswerte Sache. Wenn aber der "Branitzer Parklauf" sich mit den Trainingszeiten  der Laufbewegung kreuzt, dann wird für die EIGENE wöchentliche Laufbewegung medienwirksam die Werbetrommel gerührt, aber das Jahres- oder Halbjahresereignis des Parklaufes in den Medien oft nicht erwähnt. Das ist aber typisch für diese Region, für diese Stadt.

Den Wermutstropfen dieser Walking-Serie 2013 "im Osten Deutschlands" bekamen wir dann zum Frostwiesenlauf 2014 bei der Auswertung der Walking-Serie 2013 serviert. Wir hatten viele Walk-Kilometer erreicht, wir hatten dafür viele Fahr-Kilometer absolviert, wir hatten an vielen Laufveranstaltungen teilgenommen und letztendlich damit auch, entsprechend dem gültigen Reglement, das Recht erworben, bei der Jahresauswertung der Fleißwertung mit auf dem Siegertreppchen zu stehen.

Das bereits abgelaufene Reglement 2013 wurde nachträglich noch kurz vor der Siegerehrung verändert und zwei der drei Drittplatzierten wurde die Ehrung in der Fleißwertung verweigert.

Auf einen eingereichten Protest zu dieser Verfahrensweise erfolgte auch nach mehr als 4 Wochen keine Antwort.

So ist das eben, wenn Anstand und sportliche Fairness der Aktiven gegenüber Arroganz und Selbstherrlichkeit unterliegen.

 

Trotzdem wünsche ich allen Nordic Walkern und Walkerinnen viel Spaß in der neuen Walking-Serie 2014.

 

 9. Februar 2014
(12.Frostwiesenlauf in Burg)

Für mich ist es die Eröffnung meiner persönlichen Walksaison nicht. Das Trainingswalken hat schon in diesem Jahr stattgefunden.

Da ich den „Run4one Neujahrslauf in Lauchhammer" ausgelassen habe (wird auch so bleiben), ist das hier das erste offizielle Treffen unter Walkfreunden.
Als Ortskundiger bin ich wie immer rechtzeitig losgefahren und bekomme noch einen Parkplatz vor Ort. Anmeldung und Sachen vorbereiten sind schnell erledigt, und so habe ich noch genügend Zeit, nach Bekannten Ausschau zu halten. Sie treffen auch bald ein und es ergeben sich erste Gespräche über alles Mögliche.
Auch mein Leki-Pad, das ich beim Nikolauslauf unterwegs gefunden hatte, findet wieder dabei seinen rechtmäßigen Besitzer - so klein ist die Welt.

Vor dem Lauf  findet traditiongemäß die Auswertung der Walking-Serie des vergangenen Jahres statt. Die km-Wertung bringt mir einen Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen, bei der Ehrung der Fleißwertung werden Volkhard und ich ausgegrenzt. Aber dazu habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.
Ein Armutszeugnis für den Veranstalter der Serie.

Auch gibt es für die kommende Serie höhere Startgebühren, die vom Veranstalter mit höheren Mieten und höheren Treibstoffkosten UND dem Wegfall der Transpondermiete begründet werden. Hier werden wir in doppelter Hinsicht zur Kasse gebeten - denn die Treibstoffkosten haben wir auch. Vielleicht ist eine andere Überlegung auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Sehr viele Läufer und Walker sind in der Vergangenheit auf einen eigenen Transponder umgestiegen um die hohen Mietkosten bei vielen Teilnahmen zu vermeiden. Jetzt sind die Transpondermieten für ALLE wieder in den erhöhten Startgebühren versteckt, da der eigene jetzt zwischen allen Urkunden nutzlos an der Wand hängen darf. Über die unterschiedliche Bewertung vergleichbarer Streckenlängen kann man auch einmal nachdenken.

Ich habe mich heute für die 10 km angemeldet.
Die Startaufstellung ist wieder am Tiergehege.
Aber liebe Läufer - wenn Ihr Euch schon immer beschwert, dass die „bösen, bösen" Walker Euch mit den Stöcken behindern, dann kommt doch bitte rechtzeitig zum Start. Dann wissen nämlich auch wir Walker, wenn für das Läuferfeld Schluss ist und wir endlich starten können, ohne von den Läufern behindert zu werden - so kann man es auch sehen.

Der Streckenverlauf ist wie in den vergangenen Jahren - Weidenweg -> Ringchaussee -> Willischzaweg -> Kaupen -> Nordumfluter -> Buschmühle ->Ringchaussee -> und bis zum Ziel nocheinmal den Weidenweg.
Das Wetter ist für diese Jahreszeit das ideale Laufwetter -+ 6 Grad und ein Mix aus Sonne und Wolken. Die Strecke ist trocken. So kann ich zügig loslaufen. Es ist, wie auch gedacht, ein Saisonauftaktstrainingslauf. Die Zeit spielt eine untergeordnete Rolle, zumindest für mich. Andere sehen das gaaaaanz anders - sollen sie, wenn es sie glücklich macht.

Der Verpflegungspunkt nach dem Zieldurchlauf behindert dieses Jahr nicht mehr. Die angekündigte mobile Dusche entpuppt sich als ein Gartensprüher in einem nach vorn und unten offenen Zeltüberbau. Ich vermeide es zu testen, ob überhaupt warmes Wasser zur Verfügung steht.

So sage ich dem Frostwiesenlauf 2014 „Ade" und weiß schon jetzt, dass mich nicht alle Läufe dieser Walking-Serie sehen werden.

 
 
Frostwiesenlauf in Burg/Spreewald
 

Das ist super: So viele Menschen auf den angebotenen Strecken unterwegs, die entwender liefen, walkten oder per Nordic Walking sich selbst oder im Vergleich mit anderen einen Wettkampf boten.
Ich hatte mich für 10km Nordic Walking angemeldet.
Das Parken war vor Ort kein Problem, eine große Wiese stand den vielen Autos zur Verfügung, schnell wurde man eingewiesen. Die Anmeldung ging trotz der vielen Teilnehmer fix. Nur... naja die Damenschlange war wie meist sehr lang, daher kam ich als eine der letzten an den Start. Die Strecke war gut ausgeschildert, an entscheidenden Punkten standen Ordner. Ich versuchte, den Wolfgang irgendwie einzukriegen, aber da ist beim Nordic Walking schon ne Grenze, zumal er viel grössere Schritte macht und wohl weit vor mir los zog. Also konzentrierte ich mich
a) auf Landschaft
b) auf die Technik der anderen.
Fazit:
a) war wunderschön und b) nunnnjaaa- also ich zog an vielen vorbei und muss zugeben, nur zwei waren darunter,bei denen ich als Trainerin nichts zu kritisieren gehabt hätte. Ich hoffe natürlich, weit vorne liefen die, die die Technik drauf haben. Effektiven Stockeinsatz sah ich so gut wie nie. Leider.
Trotzdem: Prima überhaupt mitzumachen.

Ich knipste auch einige Fotos mit meinem Handy, musste dann natürlich "Gas geben", um etwas weiter nach vorn zu gelangen. Intervalltraining sozusagen.

Ich wollte 1:45 schaffen, naja, keine Traumzeit, aber es ist Februar und so - 1:42 brutto wurde es.
(MaBa)
 
 
 
 
 

22.März 2014
(5.  Schneeglöckchenlauf in Ortrand)

 

Es ist ein relativ junger Lauf, der „5. Schneeglöckchenlauf" hier in Ortrand. Aber wenn die Entwicklung weiter so anhält, wird es mal ein ganz großer - ein großer ist es jetzt schon.

Die Wetterankündigung für diesen Tag ist ein - „na ja". Hoffen wir einmal, dass wir von dem schlechten Teil der Prognose verschont bleiben.

Vorbereitung und Ausschreibung ließen keine Fragen offen. Wirklich keine? Den Lacher erntete ein Radfahrer, der die 110 km absolvieren wollte, die aber erst ein Tag später an der Reihe waren.
Heute waren erst einmal wir Läufer und Walker dran.

Die Anmeldung ging auch reibungslos. Wer rechtzeitig kam, hatte keine oder nur eine geringe Wartezeit, bis er seine Startnummer in Empfang nehmen konnte. Für die Vorbereitung danach standen die Räume der „Pulsnitzhalle" zur Verfügung. Allerdings wird man sich hier seitens des Ausrichters etwas einfallen lassen müssen, wenn die Teilnehmerzahlen in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Wir Walker / Nordic Walker starten um 11:05 Uhr, nach den Läufern. Darauf wird bei der Startaufstellung mehrmals hingewiesen. Das hat den Vorteil, dass uns die Läufer nicht behindern können und zwischen unsere Stöcke laufen. Sonst müssten ja SIE aufpassen. Sehen wir es doch einmal so.
Die 6 km Walker waren schon eine halbe Stunde früher gestartet. Die 10 km und 15 km Walker starten gemeinsam. Irgendwann auf der Strecke werden wir uns schon trennen. Ich bin bei den 10 km Walkern gemeldet.

Ich stehe mit in der ersten Startreihe und kann die Sportfreunde zählen, die mich noch überholen werden. Zwei Hände reichen dazu aus. Vor mir läuft, nein walkt, ein Sportfreund in einem roten Radfahrertrikot und Radlerhosen. Er bringt wieder den verpönten WaLau-Mix (Walken mit Laufeinlage) in Erinnerung. Immer, wenn nach ca. 20 - 30 m seine Walkgeschwindigkeit nicht ausreicht, um mit den Walkern Schritt zu halten, verfällt er in einen Laufschritt. Warum hat er sich dann nicht gleich bei den Läufern angemeldet?
Liebe Freunde des RSC Bad Liebenwerda, wenn Ihr schon einen Radfahrer zu uns delegiert und ihm auch noch Walkingstöcke in die Hand drückt, dann bringt ihm doch auch bitte die Grundlagen des sauberen Nordic Walkens bei - dem walkenden Läufer (oder laufenden Walker?) mit der Startnummer 1455.

Als wir uns von den 15 km Walkern trennen, dürfte ich keinen Teilnehmer vor mir haben. Schneller waren zu diesem Zeitpunkt nur wenige 15 km Walker, aber die laufen jetzt eine andere Strecke. Und trotzdem sehe ich bald darauf vor mit ein weißes Trikot. Hat sich also doch ein Walker zwischen die Läufer am Start  geschummelt.
Ich gebe ihm hier einen Altersbonus. Ein Sportler, der in diesem Jahr das 8. Lebensjahrzehnt vollendet hat oder noch vollendet, verdient meine Hochachtung. Er darf auch mal schummeln, hätte sowieso keine Konkurrenz zu fürchten, zumindest nicht bei diesem Lauf.

Beim km 5 überhole ich ein violettes Trikot, noch eine Schummlerin, auch ohne Stöcke. Und wieder zwischen den Läufern beim Start versteckt, die Startnummer 1362 und dann noch aus Berlin.
Eine solche Auffassung von einem sauberen Walken war doch die Ursache, dass von den Veranstaltern der Leistungsgedanke bei Veranstaltungen gestrichen wurde. Die Kontrolle der Sauberkeit des Walkens war einfach nicht mehr gegeben.

Eine Walkerin überholt mich. Und dann sehe ich sie vor mir, die beiden „Perlen" dieses Laufes. Ich laufe an ihnen vorbei, obwohl sie mich nie überholt hatten. Sie zeigen auch jetzt bei 7,5 km eine erstaunliche Frische.
Ja ich weiß, das liegt nur an der Kosmetik.
Bei diesem Abstand, den sie am Start schon gehabt haben müssen, weil sie vorher auch freien Streckenabschnitten nie vor mir zu sehen waren, stellt sich die Frage: WANN und WO sind sie gestartet? Hier kommt die Vermutung auf, dass diese Beiden den offiziellen Startstrich an diesem Tag nie passiert haben.
Auch hätten sie ja als mitlaufende Nordic Walkerinnen beim Start der Läufer bemerkt werden müssen - die beiden „Perlen" des Tages mit den Startnummern 1351 und 1369 aus Großröhrsdorf. Sollen sie glücklich werden, mir ihrer zu Unrecht erworbenen Platzierung.

Das Ziel ist noch nicht erreicht, da wird uns Petrus böse, weil wir die Danksagung für das bisherige Laufwetter an ihn vergessen haben. Die letzten 1 ½ km schickt er uns Starkregen und viel Wind.
Auch da müssen wir durch, wir sind ja Nordic Walker. Dann kommt noch die ½ Runde auf dem Sportplatz und wir laufen in der „Pulsnitzhalle" ein.

Die neue Schneeglöckchenmedaille, die wir bekommen, ist gut gelungen. Etwas Flüssigkeit, ein paar Salzbrezeln und der halbe Liter „Erdinger alkoholfrei" runden den Lauf ab.

Der Abschluss hier ist dann Duschen, Sachenwechsel, die Urkunde empfangen und dann im Regen zurückfahren.

Fazit des Tages:
Es war eine gelungene abwechslungsreiche Veranstaltung. Die Vorbereitung und Absicherung war ohne Beanstandungen. Dafür allen Beteiligten und auch den Organisatoren ein ganz großes Danke. Im nächsten Jahr hole ich mir dann ein gelbes Glöckchen.
Die negativen Aspekte des Laufes sollen die Beteiligten mit sich selbst ausmachen - wenn sie dazu in der Lage sind.

 

 

29.  März 2014
(47.  Branitzer Parklauf in Cottbus)

Ich schaue aus dem Fenster - dicker Nebel. Aber der Wetterbericht verspricht noch für heute viel Sonne. Hoffentlich kommt sie dann nicht zu spät.
Heute findet der Branitzer Parklauf statt und ich will dorthin.
Als ich losfahre lichtet sich der Nebel etwas, als ich in Branitz ankomme, ist er noch weniger geworden. Dann wird ja die Sonne noch kommen. Die Temperatur ist jetzt schon laufmäßig.
Es hat auch schon anderes Wetter hier gegeben.

Die Anmeldung ist schnell erledigt. Auf dem Sportplatz treffe ich schon einen Mitwalker - Horst, ein alter Bekannter. Auf dem Parkplatz kommt mir noch Siegfried entgegen, wir kennen uns auch schon eine „Walk"-ewigkeit. Also bin ich hier nicht der einzige Nordic Walker. Auch das hat es schon hier gegeben.
Das Sportplatzgelände füllt sich langsam mit den vielen Läufern, die sich trotz der verminderten Bekanntgabe durch die Medien hier eingefunden haben. Der Branitzer Parklauf, und dieser hier ist der 47., ist inzwischen auch schon ein Klassiker geworden.
Aber es gibt, und das ist für die Region typisch, immer noch dieses stark ausgeprägte Ressortdenken mit einem engen Horizont.
Die führende Regionalzeitung bewirbt diese Laufveranstaltung erst einen Tag vorher. Wer hier aktiv sein könnte, und sein Wochenende schon verplant hat, kommt eben nicht.
Der regionale Sender, der seine „rbb-Laufbewegung" am Laufen halten will, unterschlägt diese Veranstaltung vollständig. Es weist aber auch noch am Lauftag NUR auf SEINEN Lauf hin. Ich höre diese/seine Werbung auf der Fahrt zum Sportplatz.
Aber auch hier, in Vorbereitung auf die kommenden Minuten, wird durch den Stadionsprecher des Veranstalters auf den Spendenlauf in Cottbus am 26. April hingewiesen.
Ja geht es denn noch? Am 26./27. April findet der Spreewaldmarathon statt, DAS Laufereignis der Region. Am 26. April findet aber auch der Crosslauf auf der Bärenbrücker Höhe statt. 3 Laufveranstaltungen zeitgleich in einem Umkreis von ca. 25 km ! Also wer wird dann wo laufen? Hat man das bei der Planung einmal berücksichtigt? War wieder der eigene Tellerrand zu hoch? Liebe Veranstalter oder besser, lieber Stadtsportbund, findet Euch für kommende Planungen und stimmt Euch ab. Dann braucht ein Herr Wernicke in der LR nicht rumzujammern, dass die Sportvereine den Bach runter gehen. Schuld sind die Sportpolitiker dieser Stadt selbst. Und jetzt erst einmal genug gemeckert - musste aber einmal gesagt werden.

Wir haben heute eine neue Streckenführung. Die Seerunde fällt weg. Die Kastanienallee wird nur ein kurzes Stück genutzt. Die Strecke im Branitzer Park wurde erweitert. Ich finde, es ist eine gute Lösung.
Der Start findet auf dem Sportplatz statt. Wir stellen uns hinter den Läufern auf, oder besser, wir warten, bis sie an uns vorbeigelaufen sind. Und dann greifen wir mit in das Geschehen ein. 6 Walker und Walkerinnen, mit und ohne Stöcken - das sind 20 % mehr, als beim letzten Lauf. Wir laufen durch das hintere Tor vom Sportplatzgelände. Der Stolperstein in der Mitte des Tores wird durch einen lebenden Sicherungspfosten entschärft. Wer jetzt denkt, Nordic Walking ist eine gemütliche Bewegungsform, hat uns noch nicht gesehen. Es wird gleich auf Tempo gedrückt. Das ist auch dem Nebel zuviel, die Sonne gewinnt mit ihm das Duell.
Das Stück Kastanienallee ist schnell passiert und wir laufen im Branitzer Park. Es läuft sich hier einfach gut. Das Branitzer Schloss, die Teiche im Park, die Pyramiden, ja selbst ein Stück vom Tierpark sehen wir mit. Nur die Vegetation steckt hier noch in den Schuhen, aber das kann man ja später nachholen.
Da unser Tempo nicht gerade gering ist, überholen wir sogar Läufer, nicht viele, aber immerhin. Wir fädeln uns wieder auf die Startstrecke ein und laufen dem Sportplatz entgegen. Die letzten 200 Meter werden wieder ein Walksprint. Nein - ich will mich heute nicht überholen lassen. Auch Nordic Walking kann zum Kampfsport werden. Noch eine Rechtskurve, noch 20 Meter und dann ist der Lauf vorbei. Ich belege bei den Läufern, bei denen ja die Walker / Nordic Walker mitgewertet werden, den 2. Platz. Aber ich weiß auch, dass der Erstplatzierte allein auf dem Treppchen stehen wird, weil wir bei der weiteren Auswertung wieder Walker sind - und die dürfen sich das Siegertreppchen nur anschauen.

Was jetzt noch kommt, fasst man unter dem Begriff „Warten" zusammen. Duschen und Sachenwechsel und Warten. Etwas Flüssigkeit auffüllen und Warten. Na gut, auch etwas Essen und Warten. Die ganze Prozedur der vielen Siegerehrungen erleben und Warten. Und dann bekommen wir endlich, häppchenweise, unsere Urkunden ausgehändigt - fast 2 Stunden nach dem Zieldurchlauf. Dazu kommt noch die räumliche Enge mit den Versorgungspunkten auf der Veranda des Sportlerheimes. Hier ist für den Veranstalter noch oder wieder großer Nachholebedarf.

Als der Branitzer Parklauf mit wenigen Aktiven begann, hat das alles noch gereicht. Aber mit einer steigenden Zahl von Aktiven ist hier ein Überdenken des aktuellen Konzeptes notwendig.

Und trotzdem - es war ein etwas anstrengender, aber schöner Lauf. Die Ausschilderung der Strecke, die Einweisung und Absicherung durch die Streckenposten war optimal.
Dazu ein Danke, auch im Namen der anderen Walker / Nordic Walker.

Wir sehen uns beim 48. Branitzer Parklauf wieder.

 

 

12.  April 2014
(13.  Bergheider See-Lauf in Lichterfeld)

Der Wetterbericht verspricht uns Laufwetter - nicht zu kalt, nicht zu warm und nicht zu windig. Für den Bergheider See-Lauf mit seinem längeren freien Streckenabschnitt ist es genau das Richtige für uns. Was nicht ganz zum heutigen Tag passt, ist der versprochene Nebel zwischendurch. Aber der muss ja nicht überall sein - hoffe ich.
Es wird auch wieder einer der kleinen Läufe werden, von der Anzahl der Läufer und Walker her.


So kommt es dann auch. Wir sind 15 Walker und Nordic Walker, die sich am Start einfinden. Das sind 6 Walker mehr als im vergangenen Jahr, eine schöne Steigerung für die Statistik.


Gestartet wird wie immer nach den Läufern. 6 km ist die Streckenlänge, da kann man gleich von Anfang an auf Tempo gehen, ohne sich dann am Schluss verausgabt zu haben.
Die Streckenführung ist auch nicht verändert worden: Nach dem Start vom Sportplatzgelände ein Stück Radweg, dann ein Stück bewachsenes ehemaliges Kippengelände und danach die große freie Strecke bis zum Wendepunkt und das Ganze wieder zurück - das Ganze, bis auf den Anfangs- und Endabschnitt sehr übersichtlich.


Da fällt es wieder auf, wenn der vor uns laufende „Radsportler" (wie er sich später selbst bezeichnen wird) keine Bodenunebenheit, keine selbst so kleine Pfütze auslassen wird, um darüber hinwegzuspringen und um die nächsten Schritte im Laufschritt absolvieren zu können. Hatten wir doch schon beim Frostwiesenlauf bei ihm gesehen. Auch vorhandene Kurven lässt er laufschrittmäßig nicht aus.
Mit seinem unsauberen Laufstil wird er auf dem letzten Kilometer noch ca. 300 m !!! auf die vor ihm Walkenden gutmachen und sie auch noch überholen. Später wird er ihnen unterstellen, dass sie selbst Schuld sind, dass sie überholt wurden, weil sie langsamer geworden sind. Ein Mensch mit einem übersteigerten Geltungsbedürfnis - der laufende Walker mit der Startnummer 393.


Dann ist das Ziel da. Ich kann zufrieden sein, bin 8 min schneller, als im vergangenen Jahr.
Nun zwischendurch noch etwas laufen und dann kann der Spreewaldmarathon in 14 Tagen kommen.


Nach dem Lauf gibt es dann wie üblich die Teinahmeurkunde, dieses Mal in veränderter Aufmachung. Gefällt mir gut.
Der Tee an der „Eimerbar" schmeckt auch zum Abschluss. „Eimerbar"? - nein, keine Kritik. Ist nur ein Beispiel, dass auch bei kleinen Veranstaltungen eine effektive Versorgung gewährleistet werden kann.


Dafür und an die vielen Helfer an der Strecke ein Dankeschön.

Und der Nebel vom Anfang hatte uns auch verschont.

 

 

 26. April 2014
(22. Frühjahrscross auf der Bärenbrücker Höhe)

 

Ich habe wieder die Walkingstöcke eingepackt. Auf dem Programm stehen heute die ... (ja wieviel km eigentlich?). Aus der Ausschreibung war nicht so richtig ersichtlich, ob die Nordic Walker mit eingeplant sind, und wenn ja, wieviel km sie dann auch walken können. Bei der telefonischen Nachfrage kam dann das - Ja, wir dürfen. Alles Andere war dann eine Vor-Ort-Klärung.

Der Austragungsort ist bekannt, fahre ich doch oft daran vorbei. Aber auch zu Fuß kenne ich die Bärenbrücker Höhe. Die Höhe ist dann auch erreicht. Vor mir fährt die Feuerwehr, also schließe ich mich an. Sie wird mich schon zum Start führen.  Ganz so weit darf ich dann doch nicht hinterherfahren. Ich parke aber in Sichtweite von Start und Ziel.

Der Lautsprecher weist uns ständig zum Ort der Anmeldung hin. Also kann hier nichts falsch gemacht werden. Ich habe jetzt die Möglichkeit, mich in 2,5 km Schritten für eine Laufstrecke zu entscheiden. Ich nehme die goldene Mitte -7,5 km, das sind drei Runden. Nach der Anmeldung darf ich dann auch gleich ein T-Shirt, als Erinnerung an diesen Lauf, in Empfang nehmen.

Bis hierher war das alles kostenlos. Tja liebe Freunde vom Spreewaldmarathon, wenn ich mich heute bei Euch angemeldet hätte, wäre ich schon um 34 Euronen leichter geworden, allein nur um mitlaufen zu dürfen - natürlich ohne T-Shirt.

09:30 Uhr erfolgt dann der Start für den Schnupperlauf 2,5 km - und es ist wirklich ein Schnupperlauf. Hier ist alles vertreten - die Enkel, die Kinder, die Erwachsenen, der Hund, der Buggy. Und so zieht sich dann auch das Feld auseinander. Mitmachen ist hier das Ausschlaggebende. Die Krönung dieses Laufes ist aber ein ganz kleiner Mann. Ich weiß nicht, ob er überhaupt schon über jeden Tischrand schauen kann. Er läuft mit seinem Vater. Und obwohl er für sich nur allein läuft, lässt er einen Großteil des Feldes hinter sich. Ich glaube, wir werden ihn noch oft sehen.

10:15 sind dann alle übrigen Läufer an der Reihe. Wir Nordic Walker stellen uns wieder hinten an, damit die Läufer uns nicht stören. Ich zähle allerdings nur 6 Stöcke, Stöcke - keine Paare. Und so sind wir dann die einsamen Rufer in der Walking-Wüste.
Ja, lieber Veranstalter ein klein wenig mehr Öffentlichkeitsarbeit, und es würden bestimmt auch mehr Nordic Walker am Start sein. Aber es wird ja auch noch den 23. Frühjahrscross geben, also bis dahin fleißig die Schularbeiten machen.

Die Strecke ist abwechslungsreich, mal Sonne, mal Schatten. Ein paar kleine Höhenunterschiede sind dabei. Die 20 m Betonplatten fallen kaum auf, es kann ohne Pads gelaufen werden. Die Flüssigkeitsergänzung unterwegs ist an der richtigen Stelle. Und die vielen Zuschauer im Zielbereich runden das Ganze ab. Es ist ein Lauf, der gefällt. So absolviere ich ich meine 3 Runden. Die Zeit ist dabei für mich Nebensache, ich bin aber zufrieden.
Der zweite Nordic Walker kommt dann auch ins Ziel.
Und dann ist noch SIE, eine kleine Frau (von der Körpergröße her). Sie läuft allein als Nordic Walkerin die 15 km. Sie kommt nach 6 Runden allein ins Ziel und wird vergessen. Die Zeitnahme ist schon abgebaut, sie wird auch nicht mehr registriert und erscheint auch nicht mehr in der Ergebnisliste. Dabei ist sie, als letzte Aktive auf der Strecke, die Beste des Tages.
Lieber Veranstalter, lasst nicht zu, dass so etwas wieder passiert.

Nach dem Lauf nutze ich die vorsorglich mitgenommene Wasserreserve zur „kleinen Wäsche", wechsle das T-Shirt und genieße noch die Kalorienauffüllung aus der Gulaschkanone.

Das Fazit des Tages:
Es war ein schöner Lauf, die Streckenorganisation ohne Mängel.
Mein Danke an alle mit der Vorbereitung und Durchführung Beteiligten.
Das Wetter spielte mit.
Die Inanspruchnahme, nicht nur durch die Aktiven, war gut.

Es ist eine Veranstaltung, die auch weiterhin Zukunft hat. Nur dann ist der organisatorische Bereich gefordert.

 

 

 

27.April 2014
(12. Spreewald-Marathon 10 km Walken/Nordic Walken)

 

Der Wetterbericht hatte wieder Recht - heiter bis wolkig, am Anfang noch nebelig trüb - aber kein Regen, nur etwas frisch. Aber gestern war es ja ebenso. Und die Temperaturen werden noch steigen.

Der gestrige Tag macht sich nicht mehr bemerkbar. Es waren ja auch nur 7,5 km und heute wird es davon noch 1/3 mehr, allerdings auf einem total ebenen Parcour.

Und so treffe ich dann in Burg ein - wie immer rechtzeitig.
Meinen Parkplatz nutze ich auch wieder - Schwarzer Hund auf gelbem Grund - also bei „Netto„. Von hier bis zum Start und Ziel sind es ja nur noch ca. 500 m.
Rucksack und Stöcke werden gleich mitgenommen und dann ab zur Anmeldung.

Ich hole mir meine Startnummer ab. Auch hier wieder die kleine Enttäuschung angesichts des Startgeldes. Ich „löhne" 17 Euro für die kommenden 10 km. Die doppelte Summe wäre es gestern geworden, wenn ich gelaufen wäre, aber das hatte ich mir verkniffen. Aber wenn die 10 km vorbei sind, ist auch diese Veranstaltung abgehakt.

Meine Sachen deponiere ich wieder an der Kaffeebar, wie im vergangenen Jahr. Die Mädels dort sind ja auch in Ordnung.

Ich laufe wieder die einzelnen Stellplätze ab, treffe wieder Bekannte. Der Moderator hat langsam Museumswert - ADI, ein uralter Bekannter. Im geistigen Fahrwasser des Veranstalters versucht er nebenbei, uns Walkern/Nordic Walkern zu vermitteln, dass wir NUR VOLKSSPORTLER sind. Deshalb werden wir bei den Startgeldern mit den Läufern gleichgestellt, haben aber sonst für den Veranstalter nur meine Quotenfunktion. Seine Definition der Walker hätte er sich sparen können.

Die Minuten vor dem Start, ohne Stress, ohne Verpflichtungen gehören hier dazu - und ich genieße sie. Dabei vermeide ich auch, das Mißverhältnis zwischen sanitären Einrichtungen und Bedürftigen vor dem Start zu vergrößern. Wenn ich die Warteschlange sehe, weiß ich, dass Einige nicht pünktlich den Start erreichen werden.
Schnell noch ein paar Lockerungsübungen und etwas Einlaufen und dann ist die Startzeit auch schon wieder heran.

Wir starten wieder 5 Minuten nach den Läufern. Wir, das sind 190 Walker/Nordic Walker - etwas weniger als im Vorjahr.

Ich ordne mich wieder sofort im vorderen Feld ein. Dabei weiß ich, dass ich mich noch oft überholen lassen muss. Aber ich gehe erst einmal dem Gedränge hinter mir aus dem Weg.
Auch wenn die erreichte Zeit keine Rolle mehr spielt, dieses persönliche „du musst„, möchte ich doch heute im vorderen Viertel ankommen. Ich fühle mich einfach gut.
Ich weiß auch wieder, ich laufe diese 10 km in Burg. Ich laufe bei bestem Laufwetter. Ich laufe bei einer phantastischen Kulisse in diesem Spreewald. Ich bekomme wieder den Beifall der vielen Einheimischen und Besucher. Und dann ist er wieder da, dieser verdammte Ehrgeiz. Und du läufst und du kämpfst um Deine Zeit.
Der Pulk der „Jungen" hat sich gleich nach dem Start abgesetzt - ist ja auch normal. Ich weiß nicht, wieviel es waren. Ich schließe zu einer Walkerin auf, wir laufen ein paar Kilometer zusammen. So ungefähr nach 8 km muss ich sie dann auch ziehen lassen. Dann werde ich noch einmal überholt, eine Nordic Walkerin mit großen, raumgreifenden Schritten. Das macht sie mit mir fast jedes Jahr, bleibt aber dieses Mal immer in Sichtweite.
Ein kurzer Blick zurück, und dann sehe ich noch dieses Grüppchen näher kommen. Nein - die nicht auch noch.
Die letzten Reserven werden ausgespielt. Das Ziel in Sichtweite macht alles leichter.
Die letzten Schritte, ich weiß, es ist geschafft, alle Anstrengung fällt ab und dann ist das Ziel da.
Der Spreewald-Marathon ist vorbei. Ich bekomme die obligatorische „Gurke am Band„ und gehe langsam an die Endzeit-Bar. Na klar - das „Krombacher Weizen alkoholfrei„ ist jetzt auch ein MUSS. Auch das zweite passt noch rein.
Ich hole mir meine Urkunde ab, sehe die Zeit - wow. Es ist die beste Zeit, die ich bisher in Burg gelaufen bin. Gegenüber 2012 habe ich mich um 12 Hundertstel !!!!!!! verbessert. Ich bin als 19. von allen 190 ins Ziel gekommen. Was will ich noch mehr - mein 72. morgen kann kommen. J
Ein paar Gespräche noch mit alten und neuen Bekannten. Einige werde ich davon bei anderen Veranstaltungen wiedersehen.
Ich suche die Duschmöglichkeit auf und verzichte !
Was hier den Aktiven angeboten wird ist unterstes Niveau. Es passt sich nahtlos an eine der Möglichkeiten  vom Frostwiesenlauf an.

Es hat auch an manchen Stellen den Anschein, dass hier nur der Gewinn und ein Statement in der Presse und nicht die Aktiven im Mittelpunkt stehen. Der Clou dabei sind dann die geforderten 2,50 Euro für eine Fassbrause an einer Versorgungseinrichtung - mehr Nepp geht nicht.

Trotzdem an dieser Stelle ein ganz großes Danke an die vielen kleinen und großen Helfer neben der Strecke, die Betreuer an den Verpflegungsständen, die Absperrposten, die Mädchen mit den Gurken am Band, die Cheerleaders, die Verantwortlichen der Stände im Start- und Zielbereich (natürlich nicht allen) und die Zuschauer.

 

 

 25.Mai 2014
(35. Elsterlauf in Bad Liebenwerda)

Es gibt etwas ganz Neues in der Medienlandschaft.
Nach dem Abstieg in die 3. Liga sind die Spieler von Energie Cottbus nicht mehr das Zugpferd der Region. Und plötzlich erinnert man sich auch wieder, dass es auch noch andere Sportarten in der Region gibt.

Seit einer Woche werden wir regelmäßig darauf hingewiesen, dass in Bad Liebenwerda ein Brunnenfest stattfindet und dass zu diesem Brunnenfest auch der Elsterlauf gehört. Soviel Aufmerksamkeit hatte die „Lausitzer Laufserie" noch nie in den Medien.
Allerdings muss diese massive Art der Bewerbung nicht die Ohren von „lausitz-timing", dem Verantwortlichen für Anmeldung, Zeitnahme und Urkundenausgabe, erreicht haben. Sonst hätte man sich hier schon Gedanken bei der Vorbereitung machen können - nicht nur können, sondern auch müssen. Dazu später noch etwas mehr.

So fahre ich dann bei herrlichstem Laufwetter gen BaLi. Petrus stand ja noch für sein Versagen im vergangenen Jahr in unserer Schuld und ließ sich dieses Mal nicht lumpen. Ein Blick nach oben und ein „Danke" von uns Aktiven.

Der Elsterlauf selbst wartete auch mit einer Neuerung hinsichtlich der Streckengestaltung auf. Brunnenfest und Laufveranstaltung sollten ihren Mittelpunkt auf dem Markt der Stadt haben und nicht mehr nur auf dem Betriebsgelände der Mineralquellen. Eine gute Entscheidung für die Aktiven, aber auch für die Einwohner und Gäste der Stadt.
In BaLi angekommen wird mir ein Parkplatz zugewiesen und auch der Weg zum Startplatz gezeigt. Auch das klappt, wie immer. Noch ca. 500m Weg? - also alle Sachen gleich mitgenommen. Unterwegs wird registriert, dass es auch  noch Parkplätze gibt, die näher sind. Also merken für nächstes Jahr.
Die Anmeldung in der Schule ist schnell gefunden und die Formalitäten sind auch schnell erledigt. Die nicht benötigten Sachen werden zurückgelassen und dann wird wieder die Wettkampfluft geschnuppert. Es muss ja auch Platz gemacht werden für die, die sich noch anmelden wollen - und das sind nicht Wenige. Also weg vom Schulgelände und hin zu Start und Ziel. Unterwegs treffe ich wieder viele bekannte Gesichter. Es wird sich begrüßt und es werden auch ein paar Worte gewechselt. Die Lauf- aber auch die Walkingfamilie hat sich wieder.

Es ist etwas Besonderes, diese Laufveranstaltung mitten in der Stadt. Viele Menschen, Aktive und Gäste auf einem relativ engen Raum, jeder mit eigenen Vorstellungen von den kommenden Stunden, schaffen eine besondere Atmosphäre.
Wir, die Aktiven der Voranmeldung, haben Startnummern mit unserem Namen erhalten. Es gibt auch Startnummern ohne Namen, das sind dann die Nachmeldungen. Aber es kommen auch immer mehr Aktive mit handgeschriebenen Startnummern. Das sind bestimmt Diejenigen, die die Werbung im Radio gehört hatten. Auch angelockt durch das schöne Wetter wurde dann ganz kurzfristig umgeplant. Es wurde eine Herausforderung für den Veranstalter.
 
Geplanter Anmeldeschluss war eigentlich 09:00 Uhr - so war es ausgeschrieben. Aber konnte man sich daran halten? Sollte man die vielen angereisten Laufwilligen dann abweisen und sagen jetzt ist Schluss? Hier ein ganz klares NEIN, auch von uns Aktiven. Es hätte dem Charakter dieser Veranstaltung widersprochen. Also haben wir brav auch auf unseren Start gewartet.
Dass wir hinter den Läufern starten, ist ja nun schon üblich. Aber auch unsere Startzeit wurde stark nach hinten verschoben. Es sollte aber auch nicht die letzte Wartezeit des Tages werden. Selbst als wir Walker hätten starten können, mussten wir noch warten. Wir bekommen dafür einen eigenen Start mit Startschuss, aber die Starterpistole musste auch erst noch geladen werden.
Diese kleinen Besonderheiten nehmen wir ja gern in Kauf. Und dann dürfen wir 39 Walker auch los. Der Streckenverlauf ist neu. Ein Teil neue Streckenführung, ein Teil der alten Streckenführung integriert, aber immer abwechslungsreich. Es lässt sich ausgezeichnet laufen. Wer nicht unbedingt einen neuen persönlichen Rekord aufstellen will, kann diesen Lauf auch genießen. Die Verpflegungspunkte unterwegs stehen genau an der richtigen Stelle, die Zuschauer auch.
Es gibt nicht viele Läufe, bei denen auch eine große Anerkennung durch die „Nichtaktiven" vorhanden ist. Dieser Lauf  ist eine der lobenswerten Ausnahmen.
Dann ist auch das Ziel erreicht. Wir bekommen eine Erinnerungsmedaille.
Die abgelaufenen Kalorien und verlorenen Flüssigkeiten werden wieder aufgefüllt, zumindest teilweise.
Dusche aufsuchen und Sachenwechsel und Urkunde abholen sollten dann das Nächste sein - sollten. Duschen und Sachen klappt. Aber Urkunde? - wir reihen uns in die Warteschlange ein und warten. Hektik in einem Nebenraum und wir warten.Irgendwann sickert dann eine Information durch, dass ein PC ausgefallen ist und dass die vielen Nachmeldungen per Hand eingegeben werden mussten. Damit war man dann auch überfordert. Und wir warten immer noch. Wer nicht mehr in der Schlange stehen wollte, macht es sich draußen auf dem Rasen gemütlich und wartet weiter.
Nach über einer Stunde halte ich dann endlich die Urkunde in den Händen. Damit kann dann auch dieser Lauf abgehakt werden.

Fazit des Tages:
Den Elsterlauf als Bestandteil des Brunnenfestes in die Stadt zu verlegen, war eine richtige Entscheidung - richtig für die Aktiven, die Gäste, aber auch für die Einwohner von BaLi. Dafür ein großes Dankeschön.
Die Unterschätzung des Elsterlaufes in Fragen der Zeitnahme, der evtl. Nachmeldungen und dann auch der Urkundenausgabe reiht sich ein in die Mängel, die schon bei der Auswertung der der Walking-Serie 2013 in Burg aufgetreten waren und bis heute noch nicht geklärt sind. Hier sollte „lausitz-timing" die eigene Arbeitsweise einmal überprüfen.

 

 

 27. Juni 2014
(11.Froschlauf durch die Biehlaer Nacht
in Biehla-Schönteichen)


Im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabeigewesen, da war es für mich ein absolutes MUSS, dass ich in diesem Jahr wieder auf der Matte stehe.
Die Standardstrecke von 9,6 km ist geblieben, es wird ein Lauf ohne Abstriche werden.


Ein Zeitpolster nach vorn eingeplant, stehe ich eine Stunde vor Start auf dem Parkplatz. Empfang der Startunterlagen, die vorherige Löhnung dazu und dann habe ich noch genügend Zeit. Die obligatorische „Kamenzer" gehört dabei dann auch zur Zeitüberbrückung. Und dieses Jahr schmeckt sie auch. Das kleine Sport- und Kulturprogramm nehme ich im Vorbeigehen mit.
Der Rahmen dieses „Froschlaufes durch die Biehlaer Nacht" ist ja etwas weiter gefasst. Es ist hier nicht nur die Laufveranstaltung allein, das Ablaufen/Abwalken der Kilometer. Hier sind die Startzeit und vorhandene Sportvereine mit ihren Möglichkeiten mit einbezogen worden.


Zur Startaufstellung sind wir dann mit über 100 Aktiven angetreten, lt. Statistik 107. Walker und Nordic Walker sind nicht getrennt und auch die langsamen Wanderer haben sich mit eingereiht. Sie stehen aber auch „geschwindigkeitsregulierend" in der 2. Reihe in breiter Front. Vielleicht lernen sie es noch.


Wir zählen herunter, der Startschuss fällt und dann geht es los.
Manche Walker laufen auch dieses Jahr ohne Rücksicht auf die hinter ihnen Walkenden mit vollem Stockeinsatz los. Dabei ist es ihnen egal, ob ihre Stockspitze den Erdboden oder die hinter ihnen Laufenden trifft. Hier hat diese Veranstaltung noch Nachholebedarf.
 Ich nehme die Stöcke hoch, halte mich aber im Vorderfeld. Ich laufe rechts und links an Walkern vorbei. Ich überhole noch und werde überholt. Irgendwann habe ich dann mein Tempo gefunden. Eine Nur-Walkerin, die sich am Start gleich verabschiedet hatte, kann ich ein- und überholen. Auf  zwei  andere laufe ich auf und an ihnen vorbei, muss sie dann aber später wieder ziehen lassen. Ich überhole Dreiradgespanne und lasse mich von ihnen auch wieder überholen. Es ist ein abwechslungsreiches Spielchen. Ab dem km 4 laufe ich dann allein. So ist das eben, wenn man der zweitälteste Walker des Feldes ist.
Ich nehme die Schönheit der Teichlandschaft in der Dämmerung noch mit und lasse mich auch noch von der Schar Graugänse vor den Verpflegungspunkt begrüßen. Der Schluck Wasser am Punkt in Weißig kommt dann genau zur richtigen Zeit. Die lange Wegstrecke danach mit dem ausgefrorenen und noch teilweise erkennbaren Asphalt, verlangt dann die ganze Aufmerksamkeit. Das Stück Asphalt mitten im Wald läuft sich gut. Es zeigt aber auch an, dass gleich der Abzweig nach links kommt und der letzte Kilometer in Richtung Lindenberg gelaufen werden muss. Läufer, die sich warmlaufen, kommen mir entgegen, überholen mich auch wieder. Meist ist auch noch ein kurzer Gruß an uns Walker dabei - Sportlichkeit pur. Das Teilstück zum Lindenberg hinauf nehme ich erstaunlicherweise leicht mit. Dann geht es hinunter, dann die Linkskurve und danach der Zieleinlauf. Die Zeitanzeige ist schon auf Null gesetzt für die Läufer, aber die Messeinrichtung funktioniert noch für uns. Und so werde auch ich mitgezählt.


Ich schaue mir noch ein paar Zieleinläufe meiner Mitwalker an und hole mir dann meine Urkunde ab.
Ich habe wieder die gleiche Platzierung, wie im vergangenen Jahr, die Zeit ist um 46 Sekunden langsamer, aber dafür bin ich ein Jahr älter geworden und war am Vortag noch Teilnehmer einer Geburtstagsfeier.


Fazit des Tages:


Als zweitältester des Walkingerfeldes darf ich mit Platzierung und Zeit zufrieden sein.

Die Veranstaltung zeigte für mich keine Mängel. Und auch der „Finisher-Clip" hat dieses Mal funktioniert und ich konnte meinen eigenen Zieldurchlauf sehen - wenn das nichts ist.
Wahrscheinlich komme ich nächstes Jahr wieder (und das sage ich nicht bei allen Läufen)

 

 

 

28. Juni 2014
(3.  Charity-Lauf der eG Wohnen in Cottbus)


Es ist heute der 3. Charity-Lauf  zugunsten des Cottbuser Tierparks, der von der eG Wohnen Cottbus
organisiert und vorbereitet wird. Die Medien haben darüber auch schon informiert.

Der Wetterbericht will sich für heute auch nicht so richtig festlegen, bleibt aber mehr auf der negativen Seite. Aus dem Fenster während der Vorbereitung geschaut - Regen. Also wird noch einmal im Internet das Regenradar „gefragt". Und siehe da, die Wolken ziehen ab. Also wird kurz angezogen und vorsichtshalber die Regenjacke doch noch mitgenommen.

Rechtzeitiges Ankommen sichert einen guten Parkplatz und erspart die Warteschlange bei der Anmeldung.
Es sind nicht alles Aktive, die sich schon eingefunden haben. Aber jeder entrichtet seinen Obolus, um entweder mitzulaufen oder auch nur, um bei einer Runde die Schönheiten des Tierparks anzuschauen oder auch den Spreeauenpark zu genießen. Warum auch nicht? Auch sie leisten einen Beitrag für den Tierpark.

Ein paar bekannte Gesichter von den beiden vorangegangenen Charityläufen, aber auch aus der Walkingszene sind inzwischen auch eingetroffen. Dabei werden die ersten Gespräche über das Wetter und die Lügen des Wetterberichtes geführt. Denn wer dem Wetterbericht geglaubt hat, ist einfach zu warm angezogen. Petrus meint es eben gut mit uns - wir laufen ja auch für eine gute Sache.

Nicht ganz pünktlich werden wir auf die Strecke geschickt. Es müssen ja noch alle Nachmeldungen berücksichtigt werden. Auch die Stadtprominenz muss ja noch begrüßt werden.
Nach dem Start geht das einfädeln los, der Startbereich hat nun einmal nur Wegbreite. Ist ja auch egal, hier werden Runden gezählt. Bis wir, die disziplinierten Nordic Walker, unser Tempo aufnehmen können, müssen wir noch eine Weile warten. Später werden wir dann die undisziplinierten ein- und überholen. Das sind jene, die mitten im Pulk der Läufer nicht warten konnten oder wollten.
So nehme ich dann irgendwann mein Tempo auf. Die Strecke ist bekannt. Langsamere Jogger, Läufer und Walker werden überholt, Läufer überholen mich. Die 2 km-Runde wird bald lückenlos besetzt sein.

Nach ca. 1 km sehe ich IHN, gestartet in der ersten Reihe. Ein weinrotes T-Shirt, rechts einen Ordner mit Umarmung begrüßend, wenn links geklatscht wird, nach links händehebend grüßen, in einem sehr gemäßigten Joggerschritt. Nach einer Runde wird er aus dem Laufgeschehen aussteigen, ohne einen Tropfen Schweiß vergossen zu haben. 2 Euronen werden nur für ihn zu Buche stehen, nicht einmal das Lauf-Shirt der eg Wohnen wird er sich gönnen. Irgendwie scheint er falsch informiert gewesen zu sein. Auch gelaufene Runden können eine Leistung sein, und die wurde hier von den Aktiven verlangt und gebracht, nur nicht von IHM.  
Er hatte sich mal wieder dem Volk gezeigt - unser Oberbürgermeister, mehr aber auch nicht.

Ich überhole ihn und werde ihn nicht mehr sehen, auch nicht in der nächsten Runde. An der Messeinrichtung im Zielbereich lass ich meinen Transponder den Ton auslösen und dann nehme ich die nächste Runde unter die Sohlen. Ich erreiche mein gestecktes Ziel für diesen Tag und gebe meinen Transponder ab. Zwei Becher Wasser, ein paar Stücken Banane und die Ausgangslage ist wieder hergestellt.

Allen Verantwortlichen, Organisatoren, Helfern , Aktiven und Zuschauern ein herzliches Dankeschön.
Eine gelungene Laufveranstaltung, die ein fester Bestandteil der Sportszene Cottbus bleiben sollte.

Aber muss es immer die eG Wohnen als zahlender Ausrichter sein. Vielleicht gibt man einfach einmal die Verantwortlichkeit an andere „Einrichtungen" weiter.

 

 

 

06. Juli 2014
(1.  Ritter Wormlitz-Lauf
in Großräschen OT Wormlage)


Es war eine Laufveranstaltung mit Licht und Schatten. Aber erst einmal der Reihe nach.

Einen Ritter Wormlitz-Lauf hat es bisher noch nicht gegeben. Beim erste Lauf dabei zu sein und die 16 km mitzuwalken, konnte schon eine kleine Herausforderung sein. Also fahre ich nach Wormlage.
Angekommen, musste man sich zum Start- und Zielort durchfragen, die Ausschilderung war nicht sehr aussagekräftig. Aber auch das war das Geringste des heutigen Tages. Der eine Parkplatz mit Schattenmöglichkeit war dann schon belegt, also nahm ich den auf der Sonnenseite.
Die Anmeldung wurde schnell erledigt. Ein bekanntes Walkergesicht war auch schon da, Sven-Torsten. Ihn werde ich aber während des Wettkampfes nur kurzzeitig von hinten betrachten können - er walkt eben in einer ganz anderen Liga. Dafür bin ich der Ältere, oder schon der Älteste?
Die Sonne scheint reichlich von oben, vorhandene Wölkchen machen ihr immer wieder den Weg frei und der Wetterbericht hat auch versprochen, dass es warm wird - sehr warm. Und er hat nicht gelogen.

 

Punkt 10:00 wird gestartet, mit dem Ur-ur-ur-ur-Enkel des Ritter Wormlitz hoch zu Ross an der Spitze. Läufer und Walker auf allen Strecken (6 und 16 km) starten zusammen. Nur die 6 km-Läufer werden uns einmal entgegen kommen.
Bis Saalhausen laufen wir auf dem Radweg, Belag Asphalt. Von Saalhausen geht es dann nach Barzig rüber, Belag Asphalt. Sonne von oben und Wärmestrahlung von unten, werden wohl so 30/34 Grad sein.


Danach geht es ins freie, schattenlose Gelände. Erst noch auf Asphaltwegen, dann zwischen Wiesen und Feldern. Der Wegebelag teilweise gemäht, aber immer noch Wiesencharakter, teilweise mit geschreddertem Bauschutt verfüllt, fester Sand, lockerer Sand - es ist alles vorhanden. Nur die Wiesenwege sind nicht gerade padfreundlich.
 

Haben wir am Anfang in regelmäßigen Abständen Verpflegungspunkte, um etwas Wasser aufzunehmen, wird der Verpflegungspunkt ab km 8 eingestellt. Wir haben aber jetzt noch 8 km vor uns, und das bei diesen Temperaturen. Das wissen wir aber nicht, dass nichts mehr kommt. Eine kleine Denkpause des Veranstalters bei der Organisation.


Ab dem km 5 walke ich allein. Ich weiß, dass noch 2 Walker vor mir sind, aber hinter mir? - ich weiß es nicht.
Am km 14 kommt mir die Feuerwehr entgegen und reicht mir eine Flasche Wasser. Sie hatten erfahren, dass hier wohl ein Versorgungsengpass aufgetreten war. Auch wäre es hier, bei diesen Temperaturen, ratsam gewesen, eine Streckenkontrolle zu organisieren.
Ich überquere eine Straße 1 km vor dem Ziel. Hier ist wieder eine „Wassertankstelle". Die Wegeführung durch den Park bis zum Ziel ist jetzt ein hin und her des Weges.
Ich höre den Sprecher im Zielbereich, der die Siegerehrung für das 16 km Walken ankündigt. Aber Hallo, ich als möglicher Drittplatzierter bin doch noch auf der Strecke? Ich höre auch die Stimme von Sven-Torsten, der den Sprecher darauf aufmerksam macht. Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch ca. 500 m vom Ziel entfernt - umsonst.
Dann überquere ich den Zielstrich während schon allgemeiner Aufräumarbeiten im Zielbereich. Jemand drückt mir sofort meine Zielurkunde in die Hand. Ich bekomme als Plat
zierter eine falsche Medaille umgehangen - die Aufschrift darauf ist 6 km Walken, ich habe aber die 16 km absolviert. 

Und wie stand es noch in der Ankündigung des Laufes geschrieben?

„Bei allen Wettbewerben erhalten die 3 Erstplatzierten Sportler in der Gesamtwertung Männer & Frauen Pokale und Präsente."

Davon merke ich aber nichts mehr. Bloß gut, dass mir noch ein Becher Wasser gereicht wird. Einen kleinen „Restvitaminstoß" finde ich versteckt durch Zufall, aber auch nur Rest... .


Tja, und das war´s auch schon.


Anreise fast 50 km, Temperaturen über 30 Grad und 16 km. Da war mir dann schon die Frage gestattet, wo der Aktive dann wieder seine Ausgangslage herstellen kann (duschen und umziehen).  Die Antwort ist einfach und ernüchternd - „beim km 1 ist das Sportlerheim, da kann man sich duschen".
Also nicht 16, sondern 17 km heute oder den letzten km fahren? Ich fahre. Bloß gut, dass ich mir noch etwas Humor behalten habe - das Sportlerheim ist verschlossen.

 

Ich trete durchgeschwitzt die Heimreise an und denke dabei über den Wiederholungswert nach. Ich komme zu keinem positiven Ergebnis. Doch eines darf ich nicht vergessen: Ich habe  eine der schönsten Urkunden für meine Sammlung bekommen.

Deshalb mein Dank heute nur an die fleißigen Helfer unterwegs, vor allem aber den Jungs von der Feuerwehr, die mir am km 14 mit einer (oder mehr) Flaschen Wasser entgegen kamen.

 

Später wird es in einer Erklärung des Veranstalters heißen:

Was die Ehrung betraf. Ja vielleicht nicht so glücklich gewesen! Aber die ersten Zwei wollten los!
Die Präsente sind etwas untergegangen in der Hektik. Sie waren am Verpflegungsstand deponiert.
Aber die Kinder haben wir mit den vielen Präsenten glücklich gemacht! Sie durften sich selber bedienen.
Ich hätte für den Zielbereich 1-2 Personen mehr planen sollen!
Daher bestimmt auch die falsche Medaille! Aber kein Problem.Ich habe noch Ersatz-Aufkleber. Ich würde diesen per Post zusenden.
Adresse bitte!
Die Verpflegung hatte ich zum Schluss noch weggebracht! Es bringt ja nichts noch zum Schluss, wenn fast keiner mehr da ist, alles aufzufüllen.
Wenn man uns gefragt hätte, wären wir gerannt um Nachschub zu holen.
Bei sportlich aktiven Leuten sollte es eigentlich kein Problem sein, 1 km zur Dusche zu laufen.

 

 

 12. Juli 2014
(9. Lausitzer Seenland
in Senftenberg)

 

Es ist wieder soweit. Das „Lausitzer Seenland 100" ruft wieder, allerdings mit einigen Veränderungen. Senftenberg ist jetzt Startort für alle Läufe geworden. Gestartet wird jetzt am neuen Stadthafen. Parkmöglichkeiten müssen jetzt mit Besuchern des Stadthafens geteilt werden. Parkplatzsuche ist also vorprogrammiert.
Also wird es wie immer sein - rechtzeitig losfahren und ankommen.

In Senftenberg angekommen und zwei erfolglose Runden gedreht, wird dann doch einer direkt am Stadthafen frei - Glück gehabt. „Kleines Sturmgepäck" genommen und erst einmal angemeldet - Startnummer 640.
Ich habe mich auch „nur" für die 10 km angemeldet, schließlich möchte ich auch noch im Hellen ankommen. Bei der Startzeit 19:00 Uhr ist das dann auch möglich. Bei den HM-Walkern bin ich mir dann aber nicht ganz sicher, ob das Tageslicht noch ausreicht. Kenne ich noch vom vergangenen Jahr.

Wir starten zusammen mit den Läufern, also auch 10 km und HM zusammen. Und es ist so wie immer. Der krankhafte Ehrgeiz zwingt einige Walker regelrecht dazu, sich in den Pulk der Läufer hineinzudrängen und mit ihnen schon zu starten und nicht erst am Schluss des Läuferfeldes. Aber anständig, wie wir nun einmal sind, starten wir am Schluss des Läuferfeldes.

Unsere Strecke geht dieses Mal im Uhrzeigersinn am See entlang in Richtung Kleinkoschen bis zum Koschener Kanal. Dort nehmen wir noch die Straßenunterquerung mit, erreichen unseren Wendepunkt und dann geht es wieder zurück. Wir walken ausschließlich auf Asphalt und auch das Wetter meint es gut mit uns. Also ist auch eine annehmbare Zeit zu erwarten.

Vor dem Wendepunkt kommen uns die ersten Walker/Nordic Walker schon wieder entgegen - erst eine Dreiergruppe und dann noch ein einzelner Nordischer (655).
Wir sehen ihn dann nach dem Wendepunkt ganz weit vor uns. Ich laufe mit Karl-Heinz zusammen. Wir kennen uns, haben auch unterwegs schon wenig miteinander gesprochen. Wir wissen, Unterhaltung unterwegs kostet immer Zeit.  Es kommt auch jetzt zwischen uns zu keiner Absprache, aber wir sind ähnlich gestrickt  Und den da vorn, den müssen wir haben - zumal sein Laufstil uns nicht „gefällt". 10 Schritte walken und dann wieder 20 Schritte laufen ist Unsauberkeit pur. Wir werden hier zum Jäger und bei km 9 haben wir ihn eingeholt. Ein kleiner Hinweis auf seinen Laufstil bringt dann das Ergebnis, dass wir ihm auf den letzten km noch ungefähr 200 m abnehmen.

Wir erreichen unbeobachtet das Ziel. Auch wieder nicht richtig, die elektronische Zeitmesseinrichtung hat uns wenigstens registriert. Vielleicht sollte man in Zukunft auf selbstverliebte Moderatoren verzichten.

Das „Alkoholfreie" gibt uns wieder ein paar Nahrungsmittel, dann wird die Urkunde abgeholt, die Dusche aufgesucht und dann ist nach dem Lauf auch schon wieder vor dem Lauf.

Fazit des Tages:
Die Wahl für den Senftenberger Stadthafen ist eine gute Wahl gewesen.
Es lässt sich manches noch verbessern und die „Grenzwertigen" sind noch nicht ausgestorben.

 

 

 

 09. August 2014
(6. Sparkassen Panoramatour Sächsische Schweiz
in Hinterhermsdorf)

 

Na ja, diese Veranstaltung kann man eigentlich nicht ganz auslassen. Von geplanten 3 Tagen habe ich mir zumindest einen Tag noch „organisiert".
Die 10 km Kirnitzschtal-Walken kenne ich noch nicht und so fiel die Entscheidung leicht. Die angegebene Startzeit 12:15 Uhr (oder 11:45 ?) ließ auch eine stressfreie Anreise zu. Allerdings musste man sich hier schon wieder zwischen mehreren Zeitangaben entscheiden, welche die richtige ist. Dass dann beide nicht gestimmt haben, liegt halt in der Dynamik einer solchen Veranstaltung. Man kann es aber auch anders nennen - es muss nicht immer stimmen, was geschrieben wurde.
(Kennen wir ja auch schon - siehe Auswertung der Walking-Serie 2013).

Auf alle Fälle treffe ich wieder in Hinterhermsdorf rechtzeitig ein, trotz einiger gesperrter Zufahrtsstraßen. Das „gewusst wie und wo" hilft eben doch immer wieder.
Die Anmeldung ist schnell erledigt, aber nicht problemlos - kommt aber später noch.

Bekannte treffen noch ein, andere sind schon auf der 24 km-Strecke von Bad Schandau aus. Die Bratwurst muss auch noch sein. Die Zeit zwischen Frühstück und Start ist doch ein wenig zu lang. Wetter - Regen unterwegs ja oder nein? - also schnell noch einmal für alle Fälle Kopfbedeckung gewechselt - ist ja erst 12:00 Uhr.

Ich bin noch am Auto, da höre ich schon den Startschuss für MEINEN Lauf.
Hier macht eben jeder, was er will. Kofferraum zu und hinterher. Die Zeit werde ich aber bestimmt nicht gutgeschrieben bekommen.

Die ersten des Feldes habe ich bald eingeholt. Ich wußte gar nicht, dass ich noch so schnell sein kann. Irgendwann laufe ich dann ganz vorn im Feld wieder mit. Und dann ist SIE vor mir - und sie rennt. Immer wenn es bergab geht rennt sie. Die Stöcke benutzt sie nur, damit sie nicht zu schnell wird. Schnelligkeit scheint ihr Markenzeichen zu sein - schon beim Schneeglöckchenlauf war sie schon weg, noch bevor der Startschuss ertönte. Oder habe ich jetzt Schnelligkeit mit Ehrlichkeit verwechselt? Aber irgendwann laufe ich auch an ihr vorbei. Und dann geht es auch wieder bergauf. Von der Tiefe der Kirnitzsch müssen wir wieder die 4 ellenlangen Kilometer bergauf bis Hinterhermsdorf. Dann ist der letzte Anstieg da, die letzte Kurve und dann das Ziel. Die Erinnerungsmedaille ist eine der schönsten, die es bisher gab.

Ich gehe meine Urkunde abholen - und bekomme sie nicht. Die Startnummer, die ich bei der Anmeldung erhalten habe, ist eine für den nächsten Tag und nicht in der Zeitmessung integriert. Die Startnummer 640 ist demnach gar nicht gelaufen, läuft erst morgen. Da habe ich ja eine Minuszeit, bin im Ziel und noch nicht gestartet. Was es nicht alles gibt.
Sollen die Verantwortlichen klären, ich gehe dann erst einmal duschen. Auch hier nur Überraschungen. Für Läufer und Walker, auf verschiedenen Strecken, die fast alle mehr oder weniger gleichzeitzig eintreffen gibt es nur 1 (in Worten - EINE) Dusche.
Der Ablauf des Duschens ist:
Anstellen, wenn man an der Reihe ist - nassmachen und Dusche für den nächsten freimachen, einseifen, anstellen, abspülen. Und das bei Teilnahmegebühren zwischen 12 und 30 Euro. Aber auch das ist dann überstanden.
Inzwischen ist dann auch meine Urkunde erstellt und ich kann zufrieden und in aller Ruhe, um Erfahrungen wieder reicher, die Heimreise antreten.

Fazit des Tages.
Das Leben ist voller Überraschungen.
Aber all denen, die nichts dafür können, ein Dankeschön von mir.

 

 

 

 23. August 2014
(2. Vetschauer Seenlauf in Laasow)

 

Eine Laufveranstaltung vor meiner Haustür - wenn das nichts ist. Angesagt ist der 2. Vetschauer Seenlauf. Die Strecke führt rund um den Gräbendorfer See. Bei Badefreudigen ist dieser See so etwas wie ein Geheimtipp - klares Wasser und mehr oder weniger kleine Badestellen für die individuelle Freizeitgestaltung.
Aber heute sind Skaten und Walken und morgen Laufen angesagt.

Unser Start ist für 12:00 Uhr festgelegt - ungünstig für uns. Muss eben für die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen eine Zwischenmahlzeit, egal wie, eingelegt werden. Vor uns absolvieren die Skater ihre Einzelzeitdisziplin um den See. Aber wir sind ja großzügig in solchen Fragen.

Beim der Anmeldung und dem Empfang der Startnummer muss der volle Nachlösebetrag  gezahlt werden, auch wenn man sich sehr zeitig angemeldet hat und nur den Zugriff auf seine Kontodaten verweigert hat. Andere Veranstalter habe das schon längst wieder abgeschafft. Aber hier haben wir es auch mit der Spreewaldbank als Veranstalter zu tun und Finanzer sind und bleiben Gauner.
Ist aber nicht die einzige Unregelmäßigkeit. Der Veranstaltungsplan der Walking-Serie hat die Wettkämpfe der Walker für den 24., also den Sonntag ausgeschrieben. Eine Mitteilung der Änderung bzw. Korrektur erfolgte nicht. Bloß gut, dass der Buschfunk funktioniert hat. Muss ja mal gesagt werden.

Also starten wir eben am Sonnabend und das dann auch 12:00 Uhr - na ja, auch nicht genau. Es geht dann aber dafür gleich zügig zur Sache, wandern um den See ist da nicht drin. Nach knapp einem Kilometer fällt mir ein, dass ich ja noch den Fotoapparat bei mir habe, und Laufzeit spielt ja keine Rolle mehr. Also mache ich Bilder von den Schnellsten in der Rückansicht und alle Anderen verewige ich von vorn. Ich muss natürlich warten, bis alle mich auch erreicht haben. Und damit bin ich dann der Letzte des Feldes.

Ich, und Letzter? - das hat es noch nicht gegeben. Also Kamera eingepackt und dann geht die Aufholjagd wieder los. Man, hatte ich das nicht gerade erst beim Panoramalauf gehabt? - egal. Die letzte Gruppe habe ich bald hinter mir. Immer, wenn ich dann auf den oder die Nächsten aufgelaufen bin, ein kurzes Luftholen und dann wieder den Nächsten vorgenommen. Kann auch Spaß machen.
Irgendwann erreiche ich dann einen einzelnen „älteren Jahrgang". Ich habe ihn auch erst einmal bei einer der anderen Veranstaltungen gesehen. Er zieht gleich mächtig mit den Spitzenwalkern los, lässt dann aber nach. Er hängt sich bei mir an und lässt sich ziehen. So laufen wir dann die letzten 3 km zusammen. Ich bleibe fair, auch in den Kurven, lass ihm die Innenbahn, auch wenn ich mir einen Vorteil verschaffen könnte. Auf der Zielgeraden liefern wir uns einen Sprint. Er kommt aber an mir nicht vorbei. Die letzten 6 Meter rennt er dann, nur um einen Schritt vor mir im Ziel zu sein.
Ein armseliges Menschlein, wahrscheinlich wird er es nie begreifen.

Das Positive, was dann kommt ist - wir Walker bekommen unsere Siegerehrung. Das Negative dabei - nur die Sieger bekommen eine Erinnerungsmedaille der einfachsten Ausführung.
Keine Medaille für alle Aktiven, keine Getränkestand unterwegs, Absperrposten waren auch nicht notwendig, Feuerwehr bzw. Rotes Kreuz waren nicht erkennbar und das bei vollem einkassierten Teilnehmerbetrag - geiziger kann sich eine Bank nicht präsentieren. Also Kunde werde ich dort nicht.

Der Hinweis auf das klare Wasser des Gräbendorfer Sees und die noch annehmbare Wassertemperatur (um 20 Grad oder weniger?) fehlten ganz. So bin ich dann im Wasser ein Alleinunterhalter bei meiner nicht ganz jugendfreien Darstellung .

Mal sehen, was sich im kommenden Jahr beim 3. Lauf verändern wird. Auf alle Fälle bin ich dann wieder dabei.

 

 

 

 

 30. August 2014
(16. Haasower Waldlauf in Haasow)

 

Und noch eine Laufveranstaltung vor meiner Haustür - die nehme ich auch noch mit in diesem Jahr.


Es ist eine der vielen regionalen Veranstaltungen, die, unbeachtet von den regionalen Medien, aber gut organisiert, stattfinden. So ganz unbekannt ist dieser Lauf nun auch wieder nicht. Er wird aber in den Medien nicht erwähnt.


Mindestens zehnmal in der Woche berichtet der rbb in seinen Werbeblöcken über die rbb-Laufbewegung. Es ist ja auch „seine" Laufbewegung, die unbedingt am Leben erhalten werden muss. Wenn man aber das Häuflein der Aktiven sieht, gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt, dann muss man sich schon im statistischen unteren Promillebereich bewegen. Da haben dann solche Laufveranstaltungen, wie der Vetschauer Seenlauf am Gräbendorfer See, der Jamnoer Seenlauf in Groß-Jamno und eben auch der Haasower Waldlauf in den Medien keine Lobby.
Aber bei solchen kleineren Veranstaltungen können sich unsere Stadtoberen und ihre Sprachrohre nicht ausgiebig genug zur Schau stellen. Oder sollte es daran liegen, dass die kleineren Vereine für die Medien nicht zahlungskräftig genug sind, oder dass sich Haasow von Cottbus nicht hat "eingemeinden" lassen? In einer Sportfamilie muss doch kein Geld gezahlt werden? Außerdem gibt es im Internet einen oder mehrere Laufkalender, in denen auch dieser Lauf angezeigt ist. Wenn Medieninteresse vorhanden gewesen wäre, hatte man diesen Termin auch einfach übernehmen können und veröffentlichen. Tja, wenn.
Dabei habe ich noch ein quer über die Straße getragenes Banner mit der Aufschrift - Wir sind eine Sportfamilie - und dem Oberbürgermeister daneben, in Erinnerung. Wenn das dann aber meine städtische Sportfamilie gewesen sein soll, mit meinem sportlichen Stadtvater - dann lass ich mich lieber adoptieren.

Und so kommt es, wie ich es bei diesen kleinen Läufen schon mehrmals erlebt habe. Aber nun der Reihe nach. Ortseingang Haasow passiert, Rechtskurve und da werde ich auch schon zum Parkplatz eingewiesen. Viele Fahrzeuge stehen schon da. Meine Erwartungen als Nordic Walker habe ich nicht allzu hoch geschraubt. Ich gehe zur Anmeldung, trage mich für die 10 km ein und entrichte meinen Obolus, sprich Startgeld. Ich habe noch eine halbe Stunde Zeit, aber weitere Walkingstöcke? - Fehlanzeige. Ich gehe noch einmal zur Anmeldung und bekomme die Bestätigung - es hat sich bisher niemand weiter als Walker angemeldet. Kurze Überlegung und dann plane ich um.
Als Starter mit den Läufern zusammen müssten dann alle noch ca. 40 min weiter warten müssen, bis ich ins Ziel komme.  Das möchte ich allen nicht zumuten
und gehe auf die 5 km. Die ausgelassenen Kilometer kann ich dann auf meiner Trainingsstrecke (16 - 22 km) wieder absolvieren.


Inzwischen sind die kleineren Aktiven gestartet. Sie können beim Zieldurchlauf sofort ihren Namen auf der elektronischen Zeitnahmetafel sehen. Ein Novum bei Achim Weidner. Ich hoffe, dass wir Walker auch einmal in den Genuss kommen.


Die Starzeit rückt heran, das Läuferfeld stellt sich auf und ich hintenan. Es ist jetzt Gewissheit - ich bin der einzige Nordic Walker an Start - na und? Ist doch nichts Neues für mich.


Der Startschuss und ich bin wieder voll dabei. Natürlich sind die Läufer gleich weg und ich hinterher. Aber ich gehe wenigstens nicht im Läuferfeld unter. Die erste Läuferin überholen ich noch vor der ersten Kurve in Richtung Haasow-Mitte. Ja doch, sie läuft nicht schnell, aber sie läuft mit !!! Viele könnten es und tun es nicht - zu faul, zu bequem. Nach ca. 1km habe ich die zweite Läuferin passiert. Es bleiben aber die beiden einzigen. Es läuft sich gut durch den Wald auf dem Asphalt. Die Pilzsammler am Rande der Strecke waren sehr erfolgreich. Die Strecke parallel zur Umgehungsstraße ist dann Sand-/Wiesenbelag und danach dann wieder Asphalt. Die Straßenbar 50 m vor dem Ziel lasse ich aus. 2,5 km sind passiert und ich nehme die nächste Rund unter die Sohlen. Ich weiß, es wird nicht die schnellste, aber eine ganz passable Zeit werden. Dann ist die zweite Runde vorbei und ich laufe in den Zielbereich. Ich darf aber nicht in der Gasse der Läufer einlaufen und meine Zeit messen lassen. Ich habe eine Extra-Einlaufgasse, breiter als die der Läufer (nur für mich), aber ohne Zeitmessung. Die kann ich mir an der großen Uhr selbst ablesen. Mache ich auch.
Jeder, der hier im Ziel ankommt, bekommt den Beifall der Zuschauer und der Aktiven, die schon angekommen waren. Auch das macht die besondere Atmosphäre dieser kleinen Läufe aus.


Ich fülle meinen Flüssigkeitspegel wieder auf und hole mir meine Urkunde ab. Und dann ist auch dieser Lauf für mich wieder vorbei.

Fazit des Tages:
Ein schöner Lauf mit einer guten Organisation. Deshalb auch meinen Dank an die Organisatoren, die Helfer, die Aktiven und die vielen Gäste des Laufes aus Haasow und Umgebung.

Und wie heißt es?
Nach dem Lauf ist vor dem Lauf ! Und der ist schon kommende Woche - der
3. Jamnoer Seelauf .

 

 

 

 05. September 2014
(3. Jamnoer Seelauf in Groß Jamno)

 

Ich hatte ihn ja vor einer einer Woche angekündigt - IHN, den 3. Jamnoer Seelauf.
Und da aller guten Dinge 3 sind, bin ich auch hier wieder mit von der Partie.
Natürlich wurde auch dieser Lauf wieder in den Medien unterschlagen, aber die „Meinungsmacher" können eben nicht über den Schatten springen, nicht über ihren und nicht über den ihrer Geldgeber. Dabei ist dieser Lauf etwas Besonderes und gerade das macht seinen besonderen Reiz aus.
Der Jamnoer Seelauf ist kein Lauf der großen Plätze oder der großen „Säle", mit unheimlich viel Aufwand. Es ist ein Lauf im Wohnzimmer der Lauffamilie - eine Gaststätte als Start und Ziel, Tisch und Stühle für die Anmeldung, ein See, eine Strecke von 1,2 km und eine kleine begeisterte Lauffamilie, die auch Fremde gern aufnimmt.

Und so bin ich auch wieder mit dabei, wie beim ersten Mal, wie beim zweiten Mal und jetzt beim dritten Mal.

Parkplatz ist kein Problem, den gibt es hier. Anmeldung im Freien ist auch wie in den vergangenen Jahren. Wir haben hier einen Wetterbonus von Petrus bekommen. Also dann das Startgeld bezahlt und eine wiederverwendungsfähige Startnummer bekommen.
Eine kurze Absprache mit einem der Organisatoren. Ich starte mit den Kurzstrecklern, aber für die lange Strecke (6 km), damit ich dann nicht als Alleinunterhalter noch 2 Runden zu absolvieren habe. Auch das geht problemlos. Es gibt eben hier keine Probleme.

Tja, und dann starte ich eben wieder nach den Läufern in der letzten Reihe. Ich nehme mein Tempo auf. Die Strecke ist wieder gut vorbereitet. Selbst hervorstehende Wurzeln sind wieder farblich gekennzeichnet. Ich laufe auf Wald-  und Wiesenboden, kann also die Pads weglassen. Minimale Höhenunterschiede sind auch dabei. Läufern, die mich nach ungefähr einer Runde wieder überholen, mache ich an engen Streckenabschnitten den Weg frei und wenn es geht, werde ich eben recht und links vorbei überlaufen.

Die Kurzstreckler haben ihren Lauf beendet. Irgendwann bekomme ich den Startschuss der anderen Läufer mit und weiß dann, dass ich bald wieder „Besuch" auf der Strecke bekommen werde. Da habe ich aber nur noch eineinhalb Runden vor mir. Bei jedem Zieldurchlauf werden mir meine Noch-Runden angesagt. Wo hat man das schon. Aber auch unterwegs kann ich Fragen von Nicht-Läufern beantworten. Und so bin ich dann auf der letzten Runde und bekomme dann den Beifall im Ziel. Meine Zeit ist 36 Sekunden langsamer als im vergangenen Jahr, aber immer noch ein ganz passabler Durchschnitt.

Ich nehme dann meine Sachen und steige wieder nicht ganz jugendfrei in den See.
Etwas herunter"temperiert" und mit trockenen Sachen nehme ich die Siegerehrung mit, bekomme meine Urkunde und ein kleines Präsent.
Ich war der älteste Nordic Walker und ich war der Schnellste. Ich war aber auch der jüngste und der langsamste - ich war wieder der EINZIGSTE Nordic Walker.

Die Frage nach der Teilnahme im kommenden Jahr erübrigt sich wohl - natürlich bin ich dann wieder mit dabei.

 

 

 

 04. Oktober 2014
(16. Schwarzenberglauf in Elstra)

 

Es ist ein Bombenwetter, wie gemacht für uns - strahlendblauer Himmel, kein Wölkchen und angenehme Temperaturen.

Die Startzeit 12:00 Uhr ist etwas gewöhnungsbedürftig, Mittagessen muss dann eben ausfallen. Aber wir können uns ja auf soetwas einstellen.
Der Parkplatz ist wieder die große Wiese am Ortsausgang. Also werden auf dem Weg zur Anmeldung alle notwendigen Utensilien mitgenommen. Bis dahin werden schon die ersten 500 Meter und die ersten Höhenmeter unter die Füße genommen, aber die zählen noch nicht.
Die Anmeldung ist schnell absolviert. Noch eine halbe Stunde Zeit? - na dann geht auch noch eine Bratwurst rein. Schließlich will ich auf der Strecke keinen „Hungerast" bekommen.

Wieder sind es auch die bekannten Mitwalker, die keine Langeweile aufkommen lassen. Zu erzählen gibt es immer etwas.
 

Pünktlich wird der Lauf angeschossen. Es funktioniert sogar (soll ja nicht immer und überall so gewesen sein). Die Walker der 5 und 10 km starten zusammen. Wir laufen auch zusammen. Der Unterschied ist nur, dass für die 10 km zwei Runden gelaufen werden müssen.
Eine Runde bedeutet, nach dem Start sofort bergauf. Da wird gleich das Feld sortiert. Als Nur-Flachländer weit jenseits des Jugendalters lässt man der Jugend dann eben den Vortritt.
Nein, nein - nicht allen. Dann könnte ich ja gleich den Stock nehmen, der oben so gebogen ist.


Der Untergrund ist trocken und fest, die Laufspuren teilweise ausgewaschen und mit Geröll bedeckt. Forstfahrzeuge mit großen Profilreifen habe auch ihre Spuren hinterlassen und den Waldweg ein Stück geformt. Es gibt aber auch breite, mit Laub bedeckte Abschnitte, ein Stück Wiesenweg ist auch dabei und wir können kurz vor dem Ziel sogar noch auf Asphalt laufen. Es ist also an alles gedacht worden, damit es auf der Strecke nicht langweilig wird.
Sogar die Blätter an den Bäumen sind hier angemalt worden, damit nicht alles grün aussieht.


Das wechselnde Höhenprofil wirkt sich auch auf meinen Lauf aus. Eine Walkerin der jüngeren Generation läuft vor mir. Bergauf ist sie weg, bergab komme ich näher, bergauf dann wird der Abstand wieder größer. So geht das Spielchen die ganze Strecke. Ich werde sie bis zum Ziel nie einholen. Ist aber auch kein Wunder, hat sie doch mindestens 25 Kilo weniger über die Strecke zu tragen. Die letzte Linkskurve wird gelaufen, der Zielsprecher kündigt mich an und dann ist dieser Lauf auch wieder Geschichte.


Aber auch dieser Abschluss des Laufes ist wieder ein anderer. Unmittelbar nach dem Zieldurchlauf werden uns an der Zeitnahme die Urkunden überreicht. Geplant war das vom Veranstalter allerdings nicht. Damit wird für uns 5 km Walker die hier in Elstra übliche Siegerehrung verhindert. Ein kleiner Wermutstropfen eines schönen Tages.

Fazit des Tages:
Ein schöner Lauf, bei schönem Wetter, in einer schönen Umgebung mit netten Aktiven, Organisatoren und Helfern - Daumen hoch. - Danke. Einen besonderen Dank dieses Mal an die Conny von der "laufszene-sachsen", die komplikationslos uns die Fotos zur Verfügung gestellt hat.

 

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