Laufberichte 2013

 

 

 

Epilog 2012



Wie jedes Jahr findet die Auswertung der Walking-Serie beim ersten Lauf der neuen Serie, dem Frostwiesenlauf , statt - sollte so sein. Nur dieses Jahr war es etwas anders.
 

Zum ersten Lauf der neuen Walking-Serie wurde der 2. RUN4ONE erklärt, obwohl er schon in der Abrechnung 2012 berücksichtigt war.
(Das sollte man vielleicht auch bei anderen Sportarten übernehmen. Wenn z.B. ein Springen bei der Vier-Schanzen-Tournee wegen schlechtem Wetter ausfällt, nimmt man einfach die Ergebnisse des vergangenen Jahres noch einmal).
Wir werden jedenfalls die Gedankengänge des Veranstalters überleben. Es waren ja auch nicht die einzigen Merkwürdigkeiten dieser abgelaufenen Walking-Serie.

Die Kilometer-Wertung war gestrichen worden, die Teilnahme-Wertung wurde nicht berücksichtigt. Das führte dazu, dass es auch keine Cup-Wertung mehr gab. Es gab nur die Wertung der erreichten Ergebnisse in Punkten, das aber auch nur mit einer Begrenzung für 7 beste Wertungen. Wer 700 Punkte erreicht hatte, wusste schon vorher, dass er am Ende der Serie ganz oben auf dem Treppchen stehen darf. Alle anderen Ergebnisse waren „Streichpunkte".

In den Ergebnislisten tauchten dann die „Eintagsfliegen" auf - gute bis sehr gute Walker/Nordic Walker, die sich, nur für sich selbst, attraktive Läufe aussuchten. Sie verhinderten gute Punktergebnisse derjenigen Walker/Nordic Walker, die sich den Bedingungen des Reglements für diese WALKING-SERIE untergeordnet hatten.
Um ihr gestelltes Ziel zu erreichen, mussten diese Aktiven nun mehr Läufe und damit mehr Kosten in Anspruch nehmen. Damit wurde die Passage des Reglements null und nichtig - breite Streuung der Austragungsorte, um Kosten für die Aktiven zu sparen. Dabei waren es aber auch die Aktiven auf den vorderen Plätzen, die auch an kleinen Wertungsveranstaltungen teilnahmen und ein Teilnehmerfeld erst einmal ermöglichten, auch wenn es ihnen dabei NICHT um die Punkte ging. Der „Spaßfaktor" dabei war, dass der Sieger eines  10 km-Laufes die gleiche Punktzahl erhielt, wie der Sieger eines Halbmarathons am gleichen Tag.

Die Unsportlichkeit einiger der Aktiven und ihren Eingang in die Wertung lass ich einmal unberücksichtigt. Es ist schwierig, bei der Vielzahl  und der Unterschiedlichkeit der Läufe (Läufer und Walker) ausreichend Offizielle einsetzen zu können, die dann auch die Ordnungsmäßigkeit des Bewegungsablaufes der Walker einschätzen können.

Was verändert hätte werden können, war die Trennung von Walkern und Nordic Walkern. Technisch unmöglich? - Nein. Gibt es doch auch über 20 Unterteilungen der Altersklassen bei den Läufern. Selbst ein Lauf dieser Wertung - Stienitzsee Open - verlangt bei der Anmeldung eine Unterteilung in Walker und Nordic Walker. Damit kann auch die Begründung des Veranstalters vom 01.11.2012 in der Mail an mich nicht stimmen:

 

... und zum Teil wissen selbst die Walker nicht, wohin sie gehören."(O-Zitat)

Alle Vorschläge, auch für die kommende Serie 2013, wurden dann am grünen Tisch entschieden, ohne die Aktiven. Um allen Fragen nach Unsportlichkeit, nach Trennung von Walkern und Nordic Walkern aus dem Weg zu gehen, wählte man als einzige Wertung die Wertung, die man 2012 eliminiert hatte - die Kilometerwertung.
Der sportliche Charakter der Walking-Serie bleibt damit auf der Strecke. Auch dazu gab es eine Begründung in der Mail vom 28.11.2012 an mich:

 

Aber einen Walkingchampion wird es wohl nicht wieder geben, weil wir dann in den Tabellen zum Schluss fast nicht mehr selbst durchgesehen haben.
Das wurde dann sehr unübersichtlich."(
O-Zitat)

 

Dabei wäre doch das Unübersichtliche jetzt geklärt!
Es sind ALLE Läufe jetzt in der Wertung. Es gibt keine Streichpunkte mehr. Wer aus sportlichen Motiven jetzt viele Veranstaltungen besucht, wird auch mit Punkten belohnt. Technisch gesehen wäre das Ganze jetzt nur noch eine einfache Excel-Tabelle mit einer Summen- und Reihenfolgefunktion.
Nur die Teilnahmepunkte sollte man dabei aufwerten.

Wir, die Walker/Nordic Walker, sehen dabei kein Problem. Unser Problem ist der Veranstalter selbst.

Und so schließt die Siegerehrung für die abgelaufene Walking-Serie 2012 den Kreis.

Der Start- und Zielbereich war für diesen Frostwiesenlauf ganz am Ende des Kleintiergeheges gelegt worden.
Dass die Siegerehrung dort stattfinden sollte erfuhren die Walker/Nordic Walker, und nur sie, kurz vor dem festgelegten Termin durch eine mündliche Mitteilung.
Das Podest für die Siegerehrung war eine etwas wackelige Angelegenheit. 10 Minuten waren eben zu kurz, um noch eine standfeste Unterlage zu schaffen. Aber wir haben auch das überlebt.
So wurde es eben eine Feier im kleinen „Familienkreis".

 

Der aktivste Nordic Walker, der es trotz aller Bemühungen nicht geschafft hatte, in der Punktewertung ganz oben zu stehen (auch wegen der „Eintagsfliegen") wurde als aktivster Teilnehmer ausgezeichnet und stand einmal ganz oben. Er hatte es sich verdient.
Die Frauen hatten es nur in einer Altersklasse in die Wertung geschafft. Die beiden ersten Plätze waren bekannte Gesichter, aber gefreut hat mich besonders der dritte Platz. Angetreten erst beim „Elsterlauf", schafften es die Mädchen des „Walking-Teams Dresdener Mittlere Straße" mit einer geschlossenen Leistung diesen Platz und die darauffolgenden zu belegen - Hut ab.
Bei den Männern wurden alle Altersklassen belegt. Hier machte es die Mischung zwischen alt und neu auf dem Treppchen.
Damit konnte das Walking-Jahr 2012 abgeschlossen werden.

Für das Walking-Jahr 2013 ist schon absehbar, dass sich einige der Walker/ Nordic Walker neu orientieren werden.
Wir sind Sportler und keine Gesundheitsanbeter. Der Sport lebt von Leistung und damit von Ergebnissen, in unserem konkreten Fall von den Zeiten. Uns ist auch von keinem Orthopäden eine Bewegungstherapie verordnet worden.
Also können wir verlangen, dass man seitens der Veranstalter uns als Sportler akzeptiert.

 

Hier sollten sich die Veranstalter einmal zusammensetzen und über das WIE im Interesse der Aktiven eine Klärung schaffen.
Dass dieses Problem auch bei anderen Veranstaltern besteht, zeigt mir eine Mail vom 04.01.2013 aus dem sächsischen Raum :


„Ich kenne Deine Seite .....ich habe zur Zeit eine andere Auffassung zum Walken."


Schade für diesen schönen Sport.


 

 

10.Februar 2013

(11.Frostwiesenlauf in Burg)

 

Es ist wieder einmal soweit. Die Gemeinschaft der Läufer, Walker und Wanderer hat sich zum Frostwiesenlauf 2013 eingefunden.
Was bisher immer der Auftakt des Laufjahres war, ist an die zweite Stelle gerückt. Der Veranstalter hat, wohl aus nur ihm bekannten Gründen, den Abschlusslauf der vergangenen Laufserie 2012 noch einmal als Wertungslauf erklärt und an die erste Stelle des Laufserie 2013 gesetzt. Na gut, steigen wir eben erst mit dem zweiten Lauf des Jahres in das Geschehen ein.
Lt. offizieller Verlautbarung sind 785 Aktive am Start.
Vor dem Lauf findet noch die Siegerehrung der Walker/Nordic Walker der abgelaufenen Walking-Serie statt. Die Ersten in der jeweiligen Altersklasse dürfen das Siegertreppchen besteigen.
Start und Ziel ist verlegt worden. Und so findet die Siegerehrung der Walker und Nordic Walker, von dem übrigen Läuferfeld weitestgehend unbeobachtet, im „engsten Familienkreis" statt.


Das Wetter spielt mit. Minus 3 Grad zum einem Frostwiesenlauf ist ein ideales Laufwetter.  Vor einem Jahr war die Temperatur noch 20 Teilstriche darunter (zumindest beim Start).

10:30 Uhr werden die Läufer auf die 2 km-Strecke geschickt. Sie sind auch wieder zurück, als das große Feld an der Startlinie Aufstellung nimmt.
Der Startschuss um 11:00 Uhr lässt die beiden Esel des Freigeheges in die hinterste Ecke galoppieren und uns auf die Strecke gehen.
Der Streckenverlauf ist wie im vergangenen Jahr - Weidenweg -> Ringchaussee -> Willischzaweg -> Nordweg -> Kaupen -> Byhleguhrer Kaupen -> Nordumfluter -> Ringchaussee -> Weidenweg -> Ziel. . Zuerst laufen alle, die Läufer und die Walker aller Strecken gemeinsam und später kochen dann die 10 km-Nutzer ihr eigenes Süppchen
Die Strecke ist überwiegend asphaltiert. Die festgefrorenen Fahrspuren auf dem Damm des Nordumfluters machen das Laufen nicht gerade angenehm. Der Wirtschaftsweg unterhalb des Dammes, der parallel dazu verläuft, lässt eine Ausweichmöglichkeit zu. Vom Nordumfluter aus geht es wieder auf Asphalt dem Ziel entgegen. Das Ziel ist erreicht, und wir haben es wieder einmal geschafft.
Ein kleines Blumentöpfchen für alle Finalisten ist eine nette Geste zum Schluss.
Ich verstaue meine Stöcke im Auto, hole mir meine Teilnehmerurkunde ab und verlasse dieses Mal gleich die Austragungsstätte.

Positiv:
Wir hatten Laufwetter, auch wenn die Sonne nicht zu sehen war.
Das Völkchen der Walker und Nordic Walker hat sich zum Jahresanfang wieder gesehen und wurde auch für die Ergebnisse der vergangenen Laufserie belohnt.
Die Einweiser und Versorger haben ausgehalten - wir konnten uns warmlaufen, sie nicht - an Euch ein Dankeschön.

Weniger positiv:
Nicht alle Aktiven waren NUR auf Volkslauf programmiert. Mancher von wollte für sich persönlich eine Standortbestimmung oder einen Vergleich seiner bisherigen Leistungen aufg dieser Strecke. Auf der Strecke ließ sich das schlecht machen. Bis auf die Halbzeitangabe (5 km) fehlten dieses Mal die km-Angaben.
Im Flyer noch aufgeführt (Zur Feststellung der erzielten Zeit steht eine große digitale Uhr im Ziel), fehlte auch die Zeitangabe im Ziel.
Das letzte „Straßencafe" noch vor dem Zielstrich behinderte diejenigen Aktiven, die noch den Zielstrich vor sich hatten.
785 Aktive + Hotelgäste und dann das Versprechen der Nutzung von Schwimmbad und Saunalandschaft liest sich gut, ist aber nicht zu verwirklichen.
Die Einrichtung von Start und Ziel auf diesem Zugang zum Weidenweg sollte noch einmal, auch hinsichtlich des Freigeheges,  überlegt werden.
Alles kann man nicht mit einem „Volkslauf" begründen.

 

 

 

13. April 2013

(12. Bergheider See Lauf)

 

Die kleine Gemeinde Lichterfeld mit der großen Förderbrücke F-60 hatte wieder zum Frühlingslauf eingeladen.

Der Lauf hatte jetzt auch einen anderen Namen bekommen. Früher war es der „Lauf um den Bergheider See", der aber nicht um den See gelaufen wurde. Die Rutschungsgefahr des ehemaligen Tagebaus machte eine andere Streckenführung notwendig. Und so wurde es jetzt der
„Bergheider See Lauf", der 12. Die Zählweise wurde beibehalten. Warum soll man auch alles ändern.

Dieser Lauf ist ja auch einer der kleinen, der sehr kleinen Läufe - ein Lauf ohne viel Aufwand.
Aber 112 Läufer, von U6 bis 75+, und 9 Walker/Nordic Walker waren schon ein gemischtes buntes Völkchen, welches die unterschiedlichen Streckenlängen in Angriff nahmen.

Das Wetter spielte mit. Es war nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm. Na ja, und der Wind? - der gehört eben zu einer freien Strecke in einem ehemaligen Tagebaugelände dazu.

Das veränderte Reglement bei den Walkern/Nordic Walkern machte sich auch bemerkbar.
Es wurde nicht mehr DIE Leistung abverlangt und auch nicht mehr gebracht. Ist ja auch normal, wenn die gelaufene Zeit bei der Laufwertung keine Rolle mehr spielt.
Und so blieb genügend Zeit für Gespräche untereinander. Es war sogar Zeit für ein paar Fotos vorhanden, auch wenn man dazu die Stöcke aus der Hand legen musste.
Aber wir waren da und sind mitgewalkt.
Da spielte es auch zum Schluss keine Rolle mehr, dass die gelaufene Zeit per Zuruf aufgenommen wurde und dass die Reihenfolge des Zieleinlaufs auch nicht sooo sattelfest war.
Es waren für uns ja auch nur 6 km - teure 6 km, wenn man die gelaufene Strecke mit dem Kraftstoffverbrauch in Verbindung bringt.

Bleibt uns nur noch der Ausblick auf die kommende Woche, wenn der „Spreewaldmarathon" wieder ruft. Und da geht es dann ganz anders zur Sache.

 

 

20. April 2013

(11. Biosphärenreservats-Walken)

 

So steht es zumindest im großen Terminplan. Aber das kennen wir ja schon. Die Streckenlänge ist auch immer noch mit 21,1 km angegeben, wird aber später in der Urkunde auf 21,5 km korrigiert. Das kommt dann auch hin, aber dazu später.

Aber auch 21,1 km - was ist das schon. Es ist ein 1 km-Walken mit 20,1 km Anlauf.
Kennen wir auch schon.

Es ist hier wie immer. Start und Ziel ist Lübbenau und rechtzeitiges Ankommen sichert einen guten Parkplatz - denke ich. Die Straße zum Fährhafen zum nächstgelegenen Parkplatz am Start und Ziel, die ich sonst immer benutze, ist eine ampelgeregelte durchgängige Baustelle.
Wenn aber die Ampel mir den Rücken zudreht, kann ich mich nicht regeln lassen. Also gilt dann auch hier der §1 unserer alten STVO - Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.
Ich komme durch.

Die Anmeldeformalitäten sind schnell abgewickelt. Wer nicht schon bei der Online-Anmeldung „gelöhnt" hat, wird hier zur Kasse gebeten - und das nicht zu knapp. Dazu komme ich an anderer Stelle noch einmal.

Stöcke sind noch im Auto, also habe ich noch genügend Zeit, das ganze Treiben auf dem Marktplatz zu beobachten. ADI, das Urgestein der Moderatorszene, ist schon in Aktion. Schließlich werden die Wanderer auf der gleichen Strecke eine Stunde vor uns losgeschickt.
08:00 Uhr als Startzeit erfordert schon ein sehr frühes Aufstehen bei denen, die heute anreisen müssen.

So nach und nach treffen auch die Walker und Läufer ein. Unsere Startzeit ist 09:00 Uhr. Nach uns müssen die Knirpse auf die Kürzeren Strecken und 10:00 Uhr sind dann die Läufer dran. Mit denen weren wir uns dann ab der Hälfte die Strecke teilen müssen.

Die Streckenführung ist auch bekannt - Lübbenau -> Lehde -> Leipe - > Burg -> Wotschofska -> Lübbenau. Bis Lehde auf Asphalt, danach bis Leipe ein, naja nicht ganz, naturbelassener Rad- und Wanderweg, dann wieder ein Stück Asphalt und dann bis Burg wieder ein Naturweg. So geht es bis zum Abzweig Polenzschänke. Und dann kommt wieder der Hammer. Wir kennen sie noch - diese „Wirtschaftswege" aus Betonelementen mit den Maßen 200x60x40, querverlegt und in den Kurve auch manchmal längs. Das Ganze mit kaum Fugen, manchmal doch, Plan verlegt und auch verkantet, Oberfläche glatt und auch ausgebrochen, teilweise steht auch die Bewehrung heraus (das hätte beseitigt sein MÜSSEN). Und so geht es kilometerweit bist zur Gaststätte Wotschofska.
Zur Hälfte der Strecke werden die ersten Wanderer überholt. Das heißt, wir haben ihnen gegenüber schon eine Stunde aufgeholt. Walker können doch ganz schön schnell sein.

Das Führungsfahrrad weist uns jetzt die rechte Seite des Plattenweges wegen der Läufer zu.
Jetzt müssen wir alle Unannehmlichkeiten eines solchen Plattenweges in Kauf nehmen.
An der Wotschofska wird dann am letzten Wanderer vorbeigelaufen. Neeee, nicht weil sie so langsam sind, ab hier werden sie mit dem Kahn zurück nach Lübbenau gefahren. Wir laufen wieder weiter auf Naturweg gerade und über die vielen Brücken bis zum Ziel in Lübbenau. Der letzte Kilometer wird unheimlich lang, so kommt es vor. Hier täuscht das Laufgefühl, dass eigentlich ein Kilometer zu Ende sein müsste. Der Eintrag in der Urkunde klärt uns dann auf - 21,5 km. Also das war es.

Im Ziel angekommen, bekommen wir die obligatorische grüne Gurke am Band. Danach ist die Verpflegungsstelle aufgebaut. Und schon ist wieder der Stau da. Wer etwas haben möchte, muss sich anstellen, wer etwas hat bleibt stehen und wer nachfassen will steht auch. Also ordentlich zugreifen und dann an die Marktplatz-Bar von „Krombacher-alkoholfrei". Jetzt kann man geteilter Meinung sein, aber das „Weizen-naturtrüb" hat bestimmt die meisten wieder notwendigen Elektrolyte - meine Meinung. Und zwei Becher bringen eben die doppelte Menge.

Was bleibt also noch, ein paar Gespräche noch mit guten Bekannten, die Urkunde abholen,
einen Eimer Senfgurken noch einkaufen und dann nach Hause fahren.
Morgen warten dann die 10 km in Burg.
 
Die Laufzeit? Die war 7 min langsamer als im vergangenen Jahr. Das kommt davon, wenn man unterwegs noch fotografiert oder sein Pad zwischen den Betonplatten rauspopeln muss.

An dieser Stelle dann ein besonderes Dankeschön an die nette Radfahrerin, die ab und zu das Fotografieren für mich übernommen hatte.

Aber was ist schon die Laufzeit. Als Faktor wurde sie in der Walkingwertung gestrichen. Da ist es also auch egal, wann ich ankomme.
Bleibt die Frage noch: Worin unterscheide ich mich dann von einem Wanderer?
Eigentlich nur darin, dass ich eine Wertung habe und dass ich höhere Startgelder zahlen muss.
Und sonst? Ach ja, in den Augen des Veranstalters leuchten die Eurozeichen heller.
Anders ist die Höhe des Startgeldes für diesen Lauf nachvollziehbar nicht zu erklären.

 

 

21. April 2013

(11.Spreewald-Marathon 10 km Walken/Nordic Walken)

 

Der Wetterbericht hatte Recht - heiter bis wolkig, kein Regen, nur etwas kühler als gestern.
Ich habe nichts dagegen. Die 9 Grad um 08:00 Uhr sind ja sowieso nur vorübergehend.

Der gestrige Tag steckt noch etwas in den Beinen. Sollten das schon Alterserscheinungen sein? Diese Überlegung wird sofort weggesteckt. Es waren die Schuhe - basta.

Und so treffe ich dann in Burg ein - natürlich , wie immer zu zeitig. Ich gehe damit dann aber der Parkplatzsuche aus dem Weg. Parkplatz ist wie immer - "Schwarzer Hund auf gelbem Grund" - also bei „Netto". Von hier bis zum Start und Ziel sind es ja nur noch ca. 500 m.
Also Rucksack und Stöcke gleich mitgenommem und dann ab zur Anmeldung.

Auf dem Platz vor der Schule, wie immer, schon mächtig Betrieb. Schließlich sind die Skater schon auf der Strecke. Ich komme gerade zu deren Zieleinlauf  zurecht.    
Neee, das Tempo ist nichts mehr für den Mann mit den beiden Stöcken. Also hole ich mir meine Startnummer ab. Auch hier wieder die kleine Enttäuschung angesichts des Startgeldes. Aber wenn die 10 km vorbei sind, ist auch diese Veranstaltung abgehakt.

Meine Sachen deponiere ich wieder an der Kaffeebar, wie im vergangenen Jahr. Ich glaube, ich muss dem Mädchen mal helfen, ihren Umsatz zu steigern, wenn ich wieder in Cottbus auf dem Wochenmarkt bin.

Ich laufe die einzelnen Stände ab, treffe wieder Bekannte. Mit Stefan, dem Moderator, wechsele ich eine paar Worte. Wir kennen uns. Mir imponiert seine unnachahmliche Art der Moderation, darin ist er Spitze.

Diese Minuten vor dem Start, ohne Stress, ohne Verpflichtungen gehören hier dazu - und ich genieße sie. Dazu gehören sogar die „Peppinos" mit ihren Trommeln. Da vergisst man auch die kleinen Beschwerden vom Vortag. Ein paar Lockerungsübungen und etwas Einlaufen und dann ist die Startzeit auch schon wieder heran.

Wir starten wieder 5 Minuten nach den Läufern. Mit unseren 201 Walkern/Nordic Walkern sind es 1942 Aktive, die sich hier auf der Straße aufgestellt haben. 1942 Aktive? Man, die Zahl ist ja mein Geburtsjahr - was es nicht alles gibt.

Die Läufer sind auf der Strecke, wir rücken vor und dann wird auch für uns der Start freigegeben. Natürlich sind die Nur-Walker mit Geher-Ambitionen sofort weg vom Feld.
Ich achte ihre sportliche Leistung. Auch wenn es fast unmöglich ist, bei einer solchen Massenveranstaltung eine sauberes Nordic Walking zu garantieren, sollte man doch die Walker und Nordic Walker in getrennten Gruppen laufen lassen.

Ich ordne mich wieder sofort im vorderen Feld ein. Dabei weiß ich, dass ich mich noch oft überholen lassen muss. Aber ich gehe erst einmal dem Gedränge hinter mir aus dem Weg.Die Zeit vom vergangenen Jahr werde ich auch nicht erreichen. Hier fehlt auf Grund des veränderten Reglements, bei dem die erreichte Zeit keine Rolle mehr spielt, dieses persönliche „du musst".

Und dann laufe ich diese 10 km in Burg. Ich laufe bei bestem Laufwetter. Ich laufe bei einer phantastischen Kulisse in diesem Spreewald. Ich bekomme wieder den Beifall der vielen Einheimischen und Besucher. Und dann ist er wieder da, dieser verdammte Ehrgeiz. Und du läufst und du kämpfst um Deine Zeit. Du vergisst dann auch, das irgendwelche Schmalspurdenker an organisatorischen und entscheidenden Stellen behaupten: Nordic Walking ist nur ein „Gesundheitssport".

Die haben keine Ahnung. Sie sind nie mitgewalkt, hatten dabei nie Blasen an den Füßen, hatte nie abgelöste Zehennägel und standen nie, trotzdem, am nächsten Tag wieder an Start und Ziel. Ihnen fehlt der Ehrgeiz, sich einer solchen Prüfung zu unterziehen - aber sie entscheiden.

Und dann komme ich dem Ziel näher.  Die vielen Zuschauer kennen mich nicht, aber ich bekomme ihren Beifall. Die „Peppinos" mit ihren Trommeln peitschen noch einmal richtig auf. Ich nehme ihren Rhythmus auf, alle Anstrengung fällt ab und dann ist das Ziel da.

Der Spreewald-Marathon ist vorbei.

Ich bekomme die obligatorische „Gurke am Band" und gehe langsam an die Endzeit-Bar. Na klar - das „Krombacher Weizen alkoholfrei" ist jetzt auch ein MUSS, auch das zweite.

Ich hole mir meine Urkunde ab, sehe die Zeit. Es sind nicht einmal 3 Minuten, die ich, gegenüber dem vergangenen Jahr, langsamer war. Ich kann zufrieden sein.
Ein paar Gespräche noch mit alte und neuen Bekannten. Einige werde ich davon bei anderen Veranstaltungen wiedersehen. Ich suche die Duschmöglichkeit auf und dann ist alles vorbei.

 

Das Organisationsteam hat eine gute Arbeit gemacht.
Dieses Mal aber an dieser Stelle mein ganz großes Danke an die vielen kleinen und großen Helfer neben der Strecke, die Betreuer an den Verpflegungsständen, die Absperrposten, die Mädchen mit den Gurken am Band, die Cheerleaders, die Peppinos, die beiden Moderatoren ADI und Stefan, die Verantwortlichen der Stände im Start- und Zielbereich und die Zuschauer.

 

 

5. Mai 2013

(15. Lausitzer Blütenlauf in Kamenz)

 

„Lausitzer Blütenlauf" - der Name passt einmal wieder. Die Bäume stehen in voller Blüte und der Himmel schickt uns bestes Laufwetter - also alles ein Grund, um an diesem Lauf teilzunehmen.

Im Vorfeld gab es Unklarheiten wegen der Startzeit. Es waren zwei Zeitangaben vorhanden. Aber die sind jetzt auch ausgeräumt. Startzeit für uns ist 13:45 Uhr. Damit ist noch Zeit, das Mittagessen zuhause mitzunehmen und sich dann auf den Weg zu machen.

Den Parkplatz finde ich, wie im vergangenen Jahr, wieder in der Haberkornstraße, an gleicher Stelle.
Ich nehme wieder das „kleine Sturmgepäck" und suche die Anmeldung auf. Die Anmeldung ist dieses Mal vereinfacht. Die Unklarheiten vom vergangenen Jahr sind auch verschwunden. Es wäre schön, wenn alle Veranstalter auf Hinweise so schnell reagieren würden.

Also Startnummer und Transponder (ohne Mietgebühr !!!!) empfangen, zum Auto zurückgehen und die Startbereitschaft herstellen. Ich kann mir wieder Zeit nehmen, um zum Marktplatz, dem Start und Ziel, zu kommen. Die Organisation scheint die gleiche zu sein, wie im vergangenen Jahr. Es ist an alles gedacht. Die Wettbewerbe der Läufer und Radfahrer laufen schon. Es sind auch mehr Zuschauer und Gäste, als im vergangenen Jahr, zu sehen. Die Bedingungen sind damit auch für uns bestens.

Die Startzeit für uns ist heran und wir werden mit einem gut funktionierenden Startschuss auf die Strecke geschickt. Wir - das ist fast die doppelte Anzahl von Walkern/Nordic Walkern, als im vergangenen Jahr. Ich glaube, wir haben in unserer Disziplin die höchste Zuwachsrate. Nur schreibt darüber keine Zeitung.
Was dann kommt, ist schon bekannt. Die Nur-Walker setzen sich sofort ab und die „Stockmenschen" laufen in mehr oder weniger großen Abständen, einzeln oder grüppchenweise hinterher.
Das Auf und Ab der Strecke schafft etwas Abwechslung. Die Sonne von oben, die angenehme Temperatur, das satte, frische Grün und die volle Blütenpracht lassen den Lauf, bei aller Anstrengung, zu einem Lauferlebnis werden.
Am Streckenabschnitt, zwischen Kilometer 4 und 5, lässt sich wieder Zeit gutmachen. Und dann ist auch wieder der Stadtkern erreicht. Das Kopfsteinpflaster begrüßt uns wieder. Dann sind es noch zwei Hausecken, um die gelaufen werden muss und dann ist das Ziel erreicht.

Mit den Offiziellen wird ein „Tauschgeschäft" vollzogen - Transponder gegen Erinnerungsmedaille. Dann ist der „15. Lausitzer Blütenlauf" schon wieder Geschichte. Na ja, noch nicht ganz.
Abgelaufene Kalorien und verlorene Flüssigkeit werden wieder aufgefüllt. Die Urkunde wird abgeholt. Von den vielen netten Mitstreitern wird sich verabschiedet.
Die Dusche danach spült die letzten Schweißperlen herunter und dann wird alles wieder im Auto verpackt.

Fazit:
Eine schöne Lauf-/Walkingveranstaltung. Ein Danke an Kamenz, mit seine Offiziellen, den Betreuern, den Zuschauern und den Gästen. Es müssen nicht immer 10 km oder ein Halbmarathon sein, um einen Lauf zum Erlebnis zu machen. Dabei - etwas länger könnte eine Strecke hier schon einmal sein.
Für nächstes Jahr wünsche ich mir das gleiche Laufwetter und die gleiche Steigerungsrate

 

 

26. Mai 2013

(35. Elsterlauf in Bad Liebenwerda)


Es war ein Wetter, so wie man sich schlechtes Wetter für eine Laufveranstaltung vorstellt - Regen, Regen, Regen, Regen. Regen beim Aufstehen, Regen während der Fahrt, Regen während des Laufes und danach hat es auch nicht aufgehört. Na und? Ich bin trotzdem nach BaLi gefahren.

Der Parkplatz wie immer - eine abgemähte Wiese, ca. 1 km bis zur Anmeldung.

Parkplatzgebühr 1 Euro, aber auf der Quittung steht „Parkplatzgebühr - Spende für die Feuerwehr". Nichts gegen Spenden - aber hier in Bad Liebenwerda werden sie eben eingetrieben.

Da ich mit den Örtlichkeiten vertraut bin, nehme ich alle Sachen gleich mit. Ist auch besser so, bei dem Wetter.
Ich muss mich aber hier vor Ort erst anmelden, da ich dem Veranstalter nicht gestattet hatte, meine persönlichen Daten, einschl. Kontodaten, weiterzugeben. Und somit war eine Online-Anmeldung nicht möglich. Hier sollte man die Teilnahmebedingungen schnellstens überarbeiten.

Parallel zum Elsterlauf findet hier, wie in jedem Jahr, das Brunnenfest statt. Die Vorbereitungen dazu sind hier auch abgeschlossen, nur die Zuschauer und Gäste fehlen. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren fehlen hier einfach die Menschen. Und so sind wir, die Läufer und Walker/Nordic Walker, fast unter uns, wenn man von ein paar mitgereisten Angehörigen absieht.

Auch das Starterfeld der Walker ist etwas geschrumpft, waren doch im vergangenen Jahr 16 Aktive mehr am Start. Was so ein bisschen Wasser ausmacht. Ein paar bekannte Gesichter sind auch mit am Start, Volkhard, Heinz, Frank und natürlich die „Fraktion" der Mädchen der Mittleren Dresdner Straße. Aber die dürfen ja nicht fehlen, sie haben ja hier Hausrecht.

Als die Startzeit heran ist, stellen wir uns hinter den Läufern auf und gehen mit ihnen gleichzeitig auf die Strecke. Wir haben einfach keine Lust, auf einen Extrastart zu warten.
 

Die Streckenführung ist geblieben: Vom Firmengelände, rechts in Richtung Stadt, dann noch einmal rechts bis zum Elsterdamm und dann hört der Asphalt auf. Auf dem Elsterdamm, unter der Eisenbahnbrücke durch, über die 3. Brücke, wieder auf der anderen Seite der Schwarzen Elster (die jetzt wieder braun ist) bis zur Stadt, durch den Kurpark, am Lubwartturm vorbei wieder in Richtung Elster. Dort an der Elsterbrücke wird der Verpflegungspunkt zum zweiten Mal passiert. Bei so viel Wasser von oben kann ich den auch auslassen. Auf dem Damm wieder zurück, unter der Brücke durch, wieder ein Stück von der Stadt mitgenommen und dann wieder ins Gelände - berghoch, bergrunter, Kurve rechts, Kurve links, durch die Gartenanlage (oder zumindest dort vorbei), wieder auf die Straße und dann hören wir auch schon den Moderator. Es ist ja auch nur noch ein Kilometer.

Ein paar Unentwegte, die auf ihre laufenden Angehörigen warten, geben uns etwas Beifall. Und dann ist auch schon das Ziel mit dem Moderator und dem Zeitmesser.

Wer vor uns angekommen ist und noch etwas von den Getränken mitnehmen will oder auch noch Appetit auf etwas Obst hat, der steht noch unter einem Schirm - aber sonst im Ziel gähnende Leere. Alle Anderen haben sich unter das schützende Dach der Anmeldung (jetzt Urkundenausgabe, Umkleide und Dusche) begeben oder sind schon auf der Heimfahrt.

Auch die Siegerehrung für die Läufer findet in „abgespeckter" Form hier zwischen den Getränkekisten, und nicht. wie sonst, im Bereich des Brunnenfests, statt. Wir sind ja dabei sowieso ausgeschlossen.
Also hole ich mir meine Teilnahmeurkunde ab, lass den größten Dreck von den Schuhen gleich hier, nutze  das angewärmte Wasser der Duschanlage und gehe nach Wäschewechsel wieder den allerletzten Kilometer zu Fuß zum Auto - natürlich auch wieder im Regen. Die Frage nach dem Wetter während der Heimfahrt erübrigt sich wohl.

Fazit des Laufes:
Solche Läufe muss es auch einmal geben. Ich ziehe aber dieses Mal den Hut vor allen Ordnern und Richtungsweisenden dieses Laufes. Sie waren mit ihrer Aufgabe heute nicht zu beneiden.
Ihnen ein herzliches Dankeschön.

 

 

16. Juni 2013

(14. Lauf "Rund um die Schafsbergschanze in Großthiemig)

 

Als der Bürgermeister der Gemeinde Großthiemig den Wunsch geäußert hatte, dass wir wiederkommen sollen, hatten wir das versprochen. Das war bei der Siegerehrung zum 13. Lauf „Rund um die Schafsbergschanze".

Und als Walker und Nordic Walker haben wir unser Versprechen gehalten.

Der Wetterbericht sagt für heute „heiter bis wolkig" voraus und die Temperaturen sollen auch laufmäßig werden. Also wird das „kleine Kurze", bunt ist es ja sowieso, für heute zur Anzugsordnung erklärt.

In Großthiemig bin ich schon ortskundig. Links ist der Sportplatz und rechts die Parkmöglichkeit. Also wird das Auto abgestellt, Tasche und Stöcke genommen und dann werden erst einmal die Anmeldeformalitäten erledigt.

Die Aktiven, ob Läufer oder Walker, ob Männer oder Frauen, ob Kinder oder Erwachsene treffen so nach und nach ein. Auch das Walker"völkchen" versammelt sich so allmählich. Viele kennt man schon von vergangenen Veranstaltungen, einige Wenige sieht man nur einmal, eben eine örtlich begrenzte Teilnahme.

Die Strecke ist in der „Lausitzer Walking-Serie" mit 11 und 5 km angegeben, im Flyer des Veranstalters mit 8,5 km und wird in Wirklichkeit 9 km werden. Der Start ist für die Läufer auf 10:00 Uhr festgelegt, wir und die Knirpse der ganz  kurzen Strecke starten 5 min später. Natürlich betätigt für alle der Bürgermeister die Starterpistole - das lässt er sich nicht nehmen.

Vom Start weg, die Zufahrt zum Stadiongelände hinaus und dann die 180 Grad-Kehre gleich bergauf. Das Betonpflaster wird zum ausgewaschenen Feldweg. Auch hier hat die Unwetterperiode Spuren hinterlassen.

Die Olympiasieger von übermorgen auf der 2000 m Strecke kommen uns schon wieder entgegen.

Dann haben wir die erste km-Markierung erreicht. Eigentlich müssten jetzt die Kirschbäume rechts und links der Strecke reife Früchte tragen, aber nichts davon. In den letzten beiden Jahren war es aber so. Also geht es ohne weiter. Die ersten Läufer kommen uns entgegen. Die nächsten sehen wir dann von links den Berghang herunterkommen, ganz oben am Waldrand auch den letzten Verpflegungspunkt. Aber der ist noch nicht für uns, wir müssen geradeaus weiter - jetzt auf Asphalt. Später kommt wieder Kurve links bergauf, dann wieder Kurve rechts und bergab.
Unten ein weiterer Verpflegungspunkt, ich lasse ihn aus. Am ersten hatte ich etwas Wasser genascht. Wir laufen wieder auf Asphalt, nein nicht direkt. Asphalt ist darunter - wir laufen auf frischem Rollsplitt. Nichts ist bescheuerter, als auf Rollsplitt zu laufen. Wer dem Rollsplitt gesagt hat, dass er auch in Laufschuhen Platz hat, weiß ich nicht. Also laufe ich mit Rollsplitt weiter - und warum heißt das eigentlich Rollsplitt?

Aber schließlich hört auch das einmal auf und dann geht es wieder links ab in den Wald. Nein, nicht bergauf, sondern bergab. Dann ist der km 6 erreicht. Hier, hatte uns der Einweiser gesagt, müssen wir links abbiegen. Was nicht gesagt wurde ist, dass es der steilste Anstieg der Strecke ist. Schließlich ist auch dieser Anstieg absolviert und ich bin um eine Erkenntnis reicher - ich eigne mich nicht als Bergziege.
Der letzte Verpflegungspunkt wird mitgenommen. Egal, ob auf dem kommenden Teilstück das Gras gemäht ist oder nicht - nehmen wir eben die Stöcke hoch und laufen talwärts dem Ziel entgegen. Die letzte noch nicht gelaufene Kurve und wir sind wieder auf der Strecke, die wir heute schon gelaufen sind - nur eben in eine andere Richtung. Schließlich bin ich in Stadionnähe. Noch einmal das letzte Stückchen bergab und dann ist das Stadion erreicht. Das Stück auf dem Stadionrasen, die Stadionzufahrt und das Ziel sind dann der Abschluss.
Gut gelaufen? Ich denke - ja.

Wer ankommt empfängt die Glückwünsche der anderen. Vom vergangenen Jahr wissen wir, auch die Walker und Nordic Walker werden hier als Sportler anerkannt. Deshalb ist auch hier für uns offiziell ein Platz auf dem Siegertreppchen sicher. Ist doch schon ein schönes Gefühl, wenn man auch dort stehen kann. Auch das ist vielleicht ein Grund, dass wir Walker hier immer wieder gern herkommen. Aber das ist es nicht allein. Die Strecke ist sehr empfehlenswert - schwierig und leicht, abwechsungsreich in einer schönen Umgebung. Aber auch die Aufmerksamkeit, die Freundlichkeit, mit der nicht nur wir hier aufgenommen werden, sind schon bemerkenswert. Dafür ein Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Veranstaltung mitgeholfen haben.
Aber ein ganz großes Lob auch den „Mädels" an der Kuchenbar - der Kuchen schmeckt Klasse. Allein das ist schon ein Grund, im nächsten Jahr wiederzukommen.


Versprochen !!!

 

 

 

28. Juni 2013

(10. "Froschlauf durch die Biehlaer Nacht" in Biehla-Schönteichen)

 

 

Es war ein Lauf außerhalb der „Lausitzer Sportevents", aber ich wollte ihn einmal mitlaufen. Walker/Nordic Walker waren zugelassen, die Laufstrecke war hier die Standardstrecke über 9,6 km, Ergebnisse und Fotos der vergangenen Jahre versprachen viel Positives.
Es wurde aber ein Lauf mit Licht und Schatten.

Die Anfahrt war unkompliziert. Als Neuling eines solchen Laufes ist man natürlich immer etwas eher am „Tatort", um Eventualitäten auszuschließen. Die Einweisung durch die Ordnungskräfte funktionierte tadellos, 10-jährige Erfahrung war eben vorhanden.
Die Anmeldung war schnell gefunden. Das Startgeld wurde gezahlt und die Startnummer entgegengenommen. Auch hier war wieder zu bemerken, wie bei allen Läufen, die durch „Baer-Service" abgesichert werden, der Mess-Chip war gleich in die Startnummer integriert. Es musste keine Transpondermiete und keine Kaution gezahlt werden.
Das machte die ganze Anmelde- und Abmeldeprozedur einfacher.

Nun ist ja der Rahmen eines „Froschlaufes durch die Biehlaer Nacht" etwas weiter gefasst, als nur die Laufwettbewerbe. Hier ist der Sonnenaufgang des kommenden Tages mit einbezogen, ohne Stillstand in der Nacht. Also war hier auch an die „laufenden Partygänger" gedacht worden. Deshalb war auch verständlich, dass hier umfangreiche Versorgungseinrichtungen aufgebaut waren, dass ein vollbelegter Zeltplatz vorhanden war und dass bei meiner Ankunft schon ein reges Treiben zu verzeichnen war. Das Ganze dann auch auf dem Sportplatz des Ortes, am Sportplatz oder in seiner unmittelbaren Nähe. Den Ausrichtern hierfür ein großes Lob.

Ich hatte also noch Zeit, mir alles anzuschauen. Zeit war also auch noch für eine „Kamenzer", diese legendäre, gutschmeckende Wurst. Wer einmal mit Kamenz zu tun gehabt hat, kennt sie garantiert. Das was aber hier angeboten wurde, war ein gewürzloses Etwas, das den Namen „Kamenzer" nicht verdiente. Auch hier sollte man auf Qualität achten. Eine zweite habe ich mir dann nach dem Lauf verkniffen.

Ein paar gute Bekannte aus der Lausitzer Walking-Serie hatte ich aus der Anmeldung schon gelesen, also brauchte ich mich nicht ganz allein fühlen.
Zur Startaufstellung hatten sich knapp 100 Walker eingefunden, die offizielle Zahl wird später mit 96 angegeben, natürlich auch hier Walker und Nordic Walker nicht getrennt.
Die Straße am Start ist schmal und demzufolge auch der Pulk sehr zusammengedrängt.
Der Moderator zählt herunter, wir walken los und nach den ersten Schritten fällt erst der Startschuss. Kann passieren, wenn eine Frau die Pistole in der Hand hat.
Manche Nordic Walker laufen von den ersten Schritten an mit vollem Stockeinsatz, ohne sich darum zu kümmern, ob ihre Stockspitze den Erdboden oder den Fuß eines Laufpartners trifft - Rücksichtslosigkeit pur. Ich nehme die Stöcke erst einmal hoch und halte mich aber im vorderen Feld. Irgendwann sortiert sich das Ganze dann. Kleine Grüppchen, die sich schon kennen, nehmen die ganze Wegbreite ein. Wer schon auf dem ersten Kilometer auf den Stockeinsatz verzichten will, steckt die Stöcke einfach nach hinten durch. Hintermann? - uninteressant. Aber auch Volkssport sollte sauber gelaufen werden.

Ich laufe rechts und links an anderen Walkern vorbei, ganz wie man mir Platz lässt, und schließe zu einer Gruppe von vier Nur-Walkern auf. Es geht auf Feld- und Waldwegen an den ersten Teichen vorbei. Die Mücken schaffen es, sich sogar auf Walker in Aktion zu setzen. Bloß gut, dass ich „lang" angezogen habe. Der letzte Trainingslauf im Wald hatte mich dazu veranlasst. Später kommt anstelle des festen Sandbodens uralter Asphalt, zumindest als solcher erkennbar. Am Verpflegungspunkt auf der Hälfte der Strecke fülle ich etwas Wasser auf. Unsere Fünfer-Gruppe fällt etwas auseinander. Es geht aber trotzdem zügig weiter. Auf einem längeren Asphalt-Abschnitt geht es dem Lindenberg zu. Ich möchte meine Pads aufstecken und einer macht sich aber selbständig - und weg ist er im Gras. Nachschauen und nicht finden bringt mir Zeitverlust ein. Also bestimmt jetzt das Klack-Klack der Spitzen mein Tempo. Der Lindenberg ist erreicht. Läufer, die sich für ihren Start noch warmlaufen, kommen mir entgegen oder überholen mich, manchmal auch in meiner Laufspur. Die Stimme des Moderators ist zu hören, ich habe nur noch 600 Meter.
Der Zieleinlauf ist etwas enttäuschend. Die Uhr ist auf 00:00:00 gestellt. Die Stimme des Moderators war vom Start der Läufer zu hören. Ein offizielles Zielfoto wird es von uns auch nicht geben.
Wir sind wieder einmal die Lückenfüller einer Veranstaltung. Ich mache noch ein Foto von nach mir kommenden Walkern, hole meine Urkunde, später meine Sachen aus dem Auto und verschwinde unter der Dusche. Der Duschcontainer ist ohne Ablagemöglichkeit. Später sitze ich im Containereingang und ziehe Socken und Schuhe an - anders geht es nicht.
Als ich wieder zum Auto gehe und zurückblicke, sehe ich die mit Fackeln beleuchtete Strecke vom Lindenberg herunter - ein schöner Anblick. Ich bekomme auch noch den Zieleinlauf der ersten drei Läufer mit - alle drei mit Unterbietung der bisherigen Bestzeit.

Fazit des Tages:
Es war für mich ein Lauf, den ich noch nicht kannte. Es war eine Laufveranstaltung, die überwiegend nur auf die Läufer und die Party danach zugeschnitten war.
Für einen Walker/Nordic Walker, der nur aus sportlicher Motivation hier war, nicht unbedingt DER Wiederholungswert.

Das Ganze wird auch noch abgerundet durch die Tatsache, dass bei den Ergebnislisten von jedem Läufer, egal wie alt, zu welcher Zeit und auf welcher Strecke, ein „Finisher-Clip" abgerufen werden kann - auch hier sind die Walker/Nordic-Walker, obwohl in der Ergebnisliste angegeben, ausgesperrt.

Die Erklärung wird später als "technische Panne" nachgeliefert. Diese "technische Panne" dauert genau von ersten bis zum letzten Walker? Zwischendurch starten dann aber schon die Läufer und für diese funktioniert es dann?  Merkwürdig - diese Erklärung.

 

 

13. Juli 2013

(8. Lausitzer Seenland 100)


Wieder einmal etwas Neues beim „Seenland 100". Wir starten nicht an einem Freitag, sondern an einem Sonnabend und auch nicht in Geierswalde oder Kleinkoschen, sondern in Senftenberg am neuen Stadthafen. Zumindest ist die Anmeldung dort.
Aber erst einmal der Reihe nach.

Der Lauf ist ein ständiger Bestandteil der Lausitzer Laufserie und damit auch der Walking-Serie. Für uns Walker/Nordic Walker sind die 5, die 10 km und der Halbmarathon mit 21,1 km ausgeschrieben. Also mache ich einmal wieder die lange Strecke mit.
Hinweise auf Parkplätze bei der Anfahrt gab es im Vorfeld.

Aber bei meiner Anfahrt fiel mir dann gleich die Episode von den Fröschen und dem weisen Uhu ein.

Die Frösche beschwerten sich beim weisen Uhu, dass sie immer von den Störchen gefressen werden. Sie bekamen von ihm zur Antwort:
„Das Problem ist geklärt, ab morgen seid ihr auch Störche."
Das fragte aber der kleinste Frosch: „Wie werden wir aber Störche?"
Darauf der weise Uhu:"Das ist euer Problem - ich kläre nur Grundsatzfragen."


Was nützt also eine Angabe von Parkmöglichkeiten, wenn die Parkplätze nicht ausreichen. So war also ein Ausweichen auf Rasenflächen und Seitenstraßen, mit etwas Zeitverlust, vorprogrammiert. Ich hoffe, die Senftenberger Bürger hatten dafür Verständnis.

Die Anmeldung war unproblematisch - wie immer. Und so blieb noch etwas Zeit zum erneuten Erfahrungsaustausch mit den altbekannten Walkinggefährten.

Als Startzeit war für die „Halbmarathonis" der Läufer und Walker  19:00 Uhr angegeben.
Dabei war hier schon abzusehen, dass die Zielankunft der Nordic Walker bei Dunkelheit erfolgen würde. Altbewährtes - 21,1 km um 18:00 Uhr und 10 km um 19:00 Uhr - wurde hier über Bord geworfen. Aber unser Achim, als „großer weiser Uhu", wird sich schon etwas dabei gedacht haben.

 

Also wurden 18:00 Uhr in die Busse eingestiegen. Und dann ging es erst einmal durch Senftenberg und Sedlitz, über die B156 in Richtung Hoyerswerda bis zum Start am Sedlitzer See. Das hatten wir in ca. 20 min geschafft - und dann standen wir. Wir hatte ja noch 40 min bis zum Start.

Dann kamen die ersten Aktiven des 43 km - Run & Bike, dann kamen die nächsten - und wir standen noch. Es kamen noch weitere - und wir standen immer noch.
Dann kamen die ersten vom Wendepunkt (3 km) wieder zurück, die nächsten auch - und wir standen immer noch. Natürlich bekam jeder, der hier vorbeilief oder -fuhr, unseren Beifall. Hatten sie doch schon eine Strecke absolviert, die wir noch vor uns hatten - sie natürlich auch noch einmal.
Der Magen meldete sich langsam - und wir standen immer noch.

Und dann wurden wir endlich auf die Strecke geschickt - erst einmal in die Gegenrichtung bis zum Wendepunkt. Nach 1 km der erste Verpflegungspunkt. Ein paar Salzbrezeln und ein paar Waffelstücken reichten aus. Meine Abendbrotzeit war ja längst vorbei.
Am Wendepunkt wurden wir gezählt, kannte ich auch noch nicht. Und dann ging es wieder zurück. Es war alles noch eine neue Strecke, die wir noch nicht gelaufen waren. Der Streckenbelag war durchgehend Asphalt. Also waren gutgedämpftes Schuhwerk und Pads gefragt. In Lieske waren wir dann auf einer altbekannten Strecke wieder und auch am 3. Verpflegungspunkt. Der 2. War ja gleichzeitig der 1., nur in einer anderen Richtung.
Ab Lieske liefen wir dann zwischen dem Sedlitzer und dem Partwitzer See, am Geierswalder See vorbei in Richtung Kleinkoschen.
Wir konnten den neuen Verbindungskanal zwischen beiden Seen, dieses „superteure" Bauwerk betrachten, liefen zum Senftenberger See und wussten, wir haben es bald geschafft. Es wurde immer dunkler. Die Schwärme von Mücken und kleinen Fliegen standen auf der Strecke über uns und wir liefen, waren ja nur noch 5 km jetzt.  Als wir in den nutzbaren Strandbereich kamen, zeigten uns Schilder, was wir bei Tageslicht hätten sehen können - FKK-Strand (leer), Textil-Strand (leer). Ungefähr 1 km vor dem Ziel wurde ich noch von zwei Aktiven vom Run & Bike überholt. Auch wenn sie wahrscheinlich die letzten ihres Wettbewerbs waren, vor ihrer Leistung ziehe ich den Hut.

 

Und dann war aus dem Dunklen heraus das erleuchtete Ziel zu sehen. Ich hatte es geschafft. Von den sehr jungen Helfern bekam ich die Teilnahmemedaille und von den Schnelleren die Glückwünsche.
Die Zeit? - ich war schon einmal schneller auf dieser Strecke. Da war ich aber auch 2 Jahre jünger J.

 

Mein besonderer Dank gehört aber heute den Jungs vom „Erdinger alkoholfrei". Obwohl sie schon alles eingepackt hatten, bekamen ich und die noch nach mir Einlaufenden alle noch ihr volles Glas.
Der Rest ist dann schnell erzählt. Die Urkunde wurde abgeholt. Wartezeiten gab es dabei nicht, wir waren ja die Letzten des Tages.
Ein Danke auch an Angela, Sandra und Co., die auf uns warten mussten. Für die Planung waren wir nicht verantwortlich.
Und dann blieb nur noch - im Dunkeln zu Auto tasten. Ein trockenes T-Shirt anziehen und ab nach Hause.

Fazit des Tages:
Wer abends laufen muss, sollte schon früh einen Parkplatz suchen.
Wer zu spät losläuft, braucht sich nicht zu wundern, wenn er im Dunkeln ankommt.
Und wer eine bessere Zeit erreichen will, sollte unterwegs nicht so viel erzählen ;)

 

 

 

5.SPARKASSEN PanoramaTOUR 2013

09.August 2013

9. DAK Festungslauf in Königstein



„Die Läufer erwartet ein anspruchsvolles, bergiges Profil auf der 7,8 km langen Strecke. Der Start um 18.30 Uhr befindet sich in der Nähe der Königsteiner Stadtkirche. Bis nach oben müssen 255 Höhenmeter überwunden werden. Die letzten 1,8 km verlaufen auf dem Plateau, vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Dabei haben die Läufer entlang der Festungsmauer einen wunderbaren Ausblick auf die Sächsische Schweiz mit der unterhalb der Festung sich entlang schlängelnden Elbe."

So stand es in der Ausschreibung.
Vom Wetter hatte der Ausrichter vorsorglich aber noch nichts geschrieben.
Aber einmal der Reihe nach.

Der 9. DAK Festungslauf in Königstein war dieses Jahr mit Bestandteil der Lausitzer Walking-Serie und gehörte auch mit zur ETAPPENWERTUNG - auch ein Novum in dieser Serie.
Die Anmeldeunterlagen waren hierzu am Start abzuholen. Die Zeit dazu war ab 16:30 Uhr angegeben. Parkmöglichkeiten gab es in der Stadt nicht. Also Hinfahrt zum Parkhaus am Malerweg, das Auto abstellen und auf den Shuttle-Bus warten.
Und es regnete.
Jeder suchte sich eine Unterstellmöglichkeit.
Der erste Bus nahm uns nicht mit. Er hätte es können, war fast leer, fuhr die gleiche Strecke - aber es war eben nicht unser Bus.
Und es regnete.
Der nächste Bus war dann für uns bestimmt, ließ und aber auch noch warten, weil er erst mit 3 Personen zur Burg fahren musste. Als er zurückkam, konnten wir endlich einsteigen.
Aussteigen im Ort selbst und zu Fuß dann erst einmal zur Anmeldung.
Und es regnete.
Die Startunterlagen empfangen und dann auf den Start warten. Wir hatten ja noch über 1 Stunde Zeit.
Und es regnete.
Alle Unterstellmöglichkeiten wurden genutzt, aber nicht jeder fand eine, und auf den Start gewartet.

Dann ging es endlich los, die Läufer vorn, wir dahinter. Zuerst wurde noch eine Runde in der Stadt gedreht und anschließend der Aufstieg in Richtung Festung in Angriff genommen. Es ging hier stetig bergauf.
Und es regnete.
Asphalt und Pflaster aller Art war auch bald Vergangenheit - also Pads runter und weiter bergauf. Auf den nicht befestigten Wegen hatten die Läufer vor uns schon ihre Spuren hinterlassen. Der Boden war aufgeweicht, Pfützen und Erdreich hatten schon eine „Matschgemeinschaft" gebildet. Da mussten wir durch - wir wollten es ja so  haben J. Auf dem Festungsplateau angekommen, wurden wir erst einmal auf die große Runde geschickt.
Für die Aussicht von der Festung blieb wenig Liebe und auch kaum Zeit übrig. Die Runde war absolviert, aber das Ziel noch nicht erreicht. Der steile Anstieg in die innere Festung stand noch bevor. Der Holzbelag forderte volle Aufmerksamkeit. Dann tauchten wir in das Dunkel ein. Das steilste Teilstück, ein Pflasterbelag, unheimlich glatt geworden durch die Schmutzanhaftungen der vor uns Gelaufenen, verlangte noch einmal alles.
Und es regnete immer noch.
Die kleine Festungsrunde war dann der Abschluss. Irgendjemand sagte: noch 100 Meter bis zum Ziel!
Aber wo war das Ziel? Eine dichte Ansammlung von Läufern, Angehörigen, Burggästen nutzte das Ziel als Unterstellmöglichkeit ohne sich darum zu kümmern, dass noch Aktive da waren, die unbedingt ankommen wollten.
Dann war ich da, mir wurde der Transponder abgenommen und das war es dann schon gewesen.
Eine Freudenstimmung, dass ich das Ziel erreicht hatte wie bei anderen Läufen, kam nicht auf.
Informationen gab es keine mehr. Teilnahmeurkunde abholen? - unwichtig, würde ich mir später vom PC abholen. Ich wollte nur weg von hier.
Also mit dem Fahrstuhl auf unterste Festungsebene fahren lassen und dort wieder auf den Shuttle warten.
Der Bus kam, am Parkhaus wurde wieder ausgestiegen, für uns Läufer und Walker war dann die Ausfahrtschranke oben und dann wurde, immer noch im Regen über Bad Schandau und Sebnitz zurückgefahren.
Der matte rosa Schimmer am Himmel im Rückspiegel zeigte an, dass es noch irgendein Stückchen Sonne bis zu den Wolken geschafft hatte und uns für morgen besseres Wetter versprach.

Hut ab, vor all denen, die mit Schirm oder ohne, mit Regenjacke oder ohne, uns halfen, immer den richtigen Weg zu finden.
Das besondere Dankeschön aber der Person, die bei diesem Wetter auf der Festung die ganze Zeit auf mich gewartet hatte.

 

 

 

10. August 2013

24 km Nationalpark Trail-Walken


Ein Blick aus dem Fenster, und ein strahlendblauer Himmel. Hatten wir ja uns auch verdient, nach der Regenetappe von gestern. Temperatur noch im unteren Bereich, also wird Sachenwechsel bis zum Start noch gefragt sein.
Abfahrt in Hinterhermsdorf 07:50 Uhr und Start in Bad Schandau 10:15 Uhr. Die Strecke ist bekannt, bin sie schon mit Wolkenbruch unterwegs, aber auch mit Regen am Start gelaufen. Vom Elbe-Niveau müssen wir hoch nach Hinterhermsdorf. Dafür haben wir aber 24 km Zeit.
Nur - wenn wir über einen Bach oder über ein Flüsschen wollen, müssen wir auf der einen Seite erst runter um auf der anderen Seite dann wieder auf das ursprünglich Niveau klettern zu dürfen. Diese „Schikanen" hat man uns nicht erspart.

So nach und nach treffen alle Läufer und Walker ein. Es sind dann auch knapp 300 Aktive, die sich auf dem Parkplatz an der Elbe dem Starter stellen. Zuerst dürfen die
30 km Läufer los. Ihre ersten Kilometer absolvieren sie in Richtung tschechische Grenze auf dem Elbe-Radweg mit Wendepunkt. Für sie ist dann auch hier schon der erste Verpflegungspunkt aufgebaut.

Um 7:00 Uhr gefrühstückt, 10:15 Uhr erst Start und dann noch 24 km? Natürlich naschen wir hier auch schon mit. Etwas Flüssigkeit, ein paar gesalzene Erdnüsse oder Kekse bilden dann die Grundlage für unseren Start.

Dann sind wir, erst die Läufer und die Walker für das „24 km Nationalpark Trail-Walken" - was für eine Wortschöpfung - an der Reihe. Ein Stück Bad Schandau bis zum Kurpark und dann die 95 Stufen (die kleinen Anstiege dazwischen nicht mitgerechnet) bis auf die Ostrauer Höhe sind der Anfang. Kurz nach uns wurden noch die Biker auf die gleiche Strecke geschickt - keine gute Entscheidung. Mit einem geschulterten Bike ist man in der Regel langsamer als ohne, braucht aber auch in der Breite mehr Platz auf dem schmalen Aufstieg. Aber in unserer Wertung spielt ja Zeit keine Rolle mehr, deshalb dominiert hier unsere Höflichkeit J .
Nach Ostrau kommt wieder ein Teilstück Asphaltstraße. Erinnerungen an 2011 kommen wieder, als uns hier ein Wolkenbruch erwischt hatte. Aber heute lacht die Sonne und wir mit.
Und dann beginnt wieder das ewige Auf und Ab dieser Strecke - mehr auf als ab und nach jedem Ab wieder ein größeres Auf. In regelmäßigen Abständen sind wieder die Verpflegungspunkte aufgebaut. Mit einem „Hungerast" oder wegen Dehydrierung dürfte hier keiner ausfallen.

Der km 17 erinnert wieder an die Unsportlichkeiten des vergangenen Jahres einiger sogen. Nordic Walker. Damals spielte die Zeitwertung in jedem Lauf noch eine Rolle. Wegen solcher unkontrollierbaren rennenden Walker wurde sie abgeschafft. Damit blieb ein Teil des sportlichen Aspektes auf der Strecke. Für mich wäre das alles abgehakt gewesen, wenn ich nicht nach fast einem Jahr dazu von einem der Mitverursacher eine empörte Nachricht bekommen hätte. Es wird mir schwerfallen, sachlich zu bleiben, aber ich werde ihm antworten.

Der Streckenabschnitt ab km 20 verdient sich dann wieder 3 Sternchen - 4 km aufwärts, ohne Erholungspause. Immer wenn man denkt, nach der nächsten Kurve ist die Steigung vorbei, geht es etwas steiler weiter. Schließlich müssen wir ja auch in Hinterhermsdorf ankommen. Aus dem Wald heraus, den Zielort im Blickfeld, wird der letzte Kilometer absolviert. Ein letzter kleiner Anstieg, eine Linkskurve, an meiner Hausfotografin vorbei, das beste Lächeln dafür aufgesetzt und dann ist das Ziel erreicht. 24 km, fast nur als Alleinunterhalter auf der Strecke, mit einer annehmbaren Zeit - ich bin zufrieden. Emily, die reizende Sebnitzer Blumenfee, überreicht mir die Medaille.
Zwei halbe Liter „Erdinger alkoholfrei" runden den Tag ab - noch nicht ganz.

Nach dem Duschen im Quartier und einer kleinen Erholungspause wird das Abendessen auf der Terrasse einer Gaststätte eingenommen. Dabei haben wir die Möglichkeit, das Einzelzeitfahren der Rennfahrer hautnah mitzuerleben - tolle Leistung aller Rennfahrer.

Fazit des Tages:
24 km im Sonnenschein lassen sich besser ertragen, als 8 km im Regen.
Und - morgen wird der Zeh abgetapet und die letzte Etappe in Angriff genommen.

 

 

 

11. August 2013

15 km Deutsch-Tschechischer Grenzwalk



Es ist Sonntag, es ist ein Sonnentag und es ist der dritte Tag des Etappenwalkens während der diesjährigen Panoramatour im Elbsandsteingebirge.
Heute stehen noch einmal die 15 km auf dem Programm, zeitgleich mit den Läufern über diese Strecke, aber auch mit den 8 km Walkern. Die Regenetappe vom Freitag, aber auch die 24 km von gestern sind schon wieder vergessen.

Der Start ist für 10:30 Uhr festgelegt, die Startzeit wird auch eingehalten. Nach dem Start wieder das altgewohnte Bild - an der Spitze die Läufer, dann die Walker und die verkappten Geher und dahinter die Nordic Walker.

Die Strecke ist unverändert. Ein kleines Stück geht es im Ort noch bergauf, um dann nachfolgend steil bergab zu gehen. Das wird wieder ein Hochgenuss für die Kniegelenke.
Es ist schon paradox - bei einer Veranstaltung, bei der es um Zeit geht, muss abgebremst werden, damit man sich nicht selbst überholt. Am Ende dieses Abstiegs ist dann auch der Asphalt zu Ende und die Pads können runter. Nun kommt das ewige Spielchen dieser Landschaft, erst geht es hoch, dann wieder hinunter, dann wieder hoch, dann wieder .... Na ja, das kennen wir aber alles schon.

Am zweiten Verpflegungspunkt bei 6 km teilt sich dann das Feld. Die 8 km Walker dürfen nach links abbiegen und zum Ziel zurücklaufen. Für uns geht der Weg weiter auf tschechisches Hoheitsgebiet. Es wird ein Geländewalken - Waldwege breit und schmal, mit vielen Wurzeln und mit wenig Wurzeln oder auch vollkommen ohne Wurzeln, mal aufsteigend und mal abfallend, mal sacht und mal steil - es ist alles vorhanden. Sogar die tschechische Polizei lässt sich im Wald sehen. Dabei wollen wir nichts kaufen, haben aber auch nichts zu verkaufen. Auf alle Fälle ist hier Vorsicht geboten, um Stürze zu vermeiden. Dazu kommt auch noch, dass zeitgleich mit uns tschechische Mountainbiker diese Strecke in beiden Richtungen nutzen.
Der Streckenabschnitt zwischen dem zehnten und elften Kilometer lässt die Erinnerung an 2011 wieder wach werden. Die Treppenabschnitte steil und ohne Geländer sind noch nicht vergessen. Inzwischen haben auch zwei weitere Jahre am Holz genagt.
Aber auch das geht hier komplikationslos über die Bühne. Der ehemals zweite Verpflegungspunkt ist jetzt der letzte. Hier werden noch einmal kurz die Reserven aufgefüllt und dann geht es dem Ziel entgegen. Es geht jetzt fast nur noch bergab. Der Ortseingang wird erreicht. Das letzte Stück Straße ist noch einmal das walkingstockunfreundlichste Stück (wenn man die Pads nicht wieder aufgesteckt hatte), dann kommt die letzte Rechtskurve, das Ziel und die Panoramatour ist wieder Geschichte.

Na ja, noch nicht ganz.
Die Panoramatour 2013 konnte in den Einzeldisziplinen gelaufen und gewalkt werden, konnte aber auch als Etappenlauf oder als Etappenwalken absolviert werden.
Und für letztere gab es noch die Siegerehrung. Irgendwann durfte ich dann auch mit auf das Treppchen. Das war dann der Lohn für die Mühen dieser drei Tage und zugleich der Abschluss.

Die Panoramatour 2014 kann jetzt kommen.
Ob ich wieder dabei bin? - das kann ich heute noch nicht sagen.

 

 

 

17. August 2013

(2. Charity-Lauf der eG Wohnen Cottbus)


Heute findet der 2. Charity-Lauf zugunsten des Cottbuser Tierparkes statt.
Die Ausschreibung sieht vor, dass die Strecke von 2 km wieder durch den Spreeauenpark und den Tierpark in Cottbus führt. Das symbolische Startgeld und 1 Euro für jede absolvierte Runde erhält der Tierpark Cottbus. Viele Teilnehmer vom vergangenen Jahr haben ihr T-Shirt wieder mitgebracht.
Es kommt hier nicht darauf an, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen - nur die gelaufenen Runden zählen.


Aus den Listen der Voranmeldung ist hier schon zu ersehen, dass wieder mit vielen Aktiven in den Disziplinen Laufen, Walken und Nordic Walken zu rechnen ist
Der Start ist für 10:00 Uhr vorgesehen. Meine Mitstreiter vom vergangenen Jahr lassen mich dieses Mal im Stich. So wird es für mich nur ein 1-Generationen-Walk.


Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Parkplätze und eine schnelle Abfertigung bei der Anmeldung.
Es sind aber nicht nur Aktive, die ihren Obolus entrichten. Auch viele Familienangehörige zahlen den einen Euro und kommen somit in den Genuss, dafür den Tierpark besuchen zu können. Am Ende ihres Besuches lassen sie dann eine Runde registrieren. Aber auch das zählt dann für den Tierpark.


Inzwischen sind auch ein paar Bekannte der Cottbuser Walkingszene eingetroffen.
Die Sonne meint es wieder gut mit uns. Also wird schon vor dem Lauf die „Strecken-Bar der LWG„ aufgesucht und eine Erfrischung zu sich genommen.
Punkt 10:00 Uhr wird das gesamte Feld auf die Strecke. Und die Abfertigungen der Nachmeldungen braucht natürlich seine Zeit. Wer fertig ist, läuft dann eben hinterher. Aber das hatten wir auch schon im vergangenen Jahr bei der Premiere dieses Laufes. Wer hinterherläuft, muss aber nicht allein laufen. Die 2 km-Strecke ist bald rundum besetzt. Ich, als Nordic Walker, werde die 10 km, meine Standardstrecke laufen - also 5 Runden. Das war schon vorher klar. Bei dem Zeitlimit von 2 Stunden bleibt dann auch noch Zeit, ein paar Eindrücke vom Tierpark und vom Spreeauenpark während des Walkens aufzunehmen Es ist eine Trainingseinheit für weitere kommende Läufe, die sich aber einem guten Zweck unterordnet.


Ich laufe dann wieder in jeder Runde an der Messeinrichtung vorbei, halten den Transponder ran bis das Signal ertönt und nehme dann die nächste Runde unter die Sohlen. Wir überholen, wir werden überholt. Wir beobachten die Tiere des Tierparkes, wir werden von ihnen beobachtet. Es ist eben ein Lauf einer anderen Art - eben ein Charity-Lauf.


Schließlich ist das gesteckte Ziel erreicht. Ich gebe den Transponder ab oder besser, er wird mir abgenommen. Mit etwas Flüssigkeit und ein paar Stücken Banane wird dann wieder die Ausgangslage hergestellt.


Allen Verantwortlichen, Organisatoren, Helfern, Aktiven und Zuschauern ein herzliches Dankeschön.
Eine gelungene Laufveranstaltung, die ein fester Bestandteil werden sollte.
Auch wäre es zu wünschen, wenn einige Laufvereine über ihren eigenen Tellerrand schauen würden.
Wenn die „eG Wohnen" zum Charity-Lauf einlädt, muss man nicht immer Mieter der „eG Wohnen" sein, um hier mitlaufen zu können. Hier geht es um den Tierpark, um eine gute Sache.

 

 

>

06. September 2013

(2. Jamnoer SEELAUF)

 

Die Frage, wo der Ort Jamno liegt, hatte ich eigentlich schon im vergangenen Jahr bei meinem Bericht vom 1. Jamnoer Seelauf beantwortet. Aber hier noch einmal für die Vergesslichen zum Mitlesen:

Wenn man von Cottbus nach Forst fährt und nicht schon auf dem Dubrauer Berg links abbiegt, dann muss man durch Groß Jamno fahren. Dass es auch noch ein Klein Jamno gibt, das noch viel älter sein soll, wie uns die Historie glauben lassen will, sei aber hier nur am Rande erwähnt.

Das war eben im vergangenen Jahr bei der Premiere.

Heute findet nun der 2. Jamnoer Seelauf statt.

„Tatort“ ist wieder der kleine Badesee in Verbindung mit der Gaststätte „Zum Kuckuck“.

Die Ausschreibung unterschlägt die Walker/Nordic Walker. Also frage ich lieber noch einmal nach und bekomme eine Bestätigung.

Der Parkplatz ist noch leer, als ich ankomme - na ja, wie immer zu zeitig. Ich gehe zur Anmeldung, wird gerade aufgebaut. Also habe ich noch Zeit, wieder auf Erkundung zu gehen.

Der Rundkurs 1,2 km? - Zeit ist ja noch ausreichend vorhanden - ich laufe ihn noch einmal ab.

Der Kurs führt rund um den See. Der Untergrund ist Waldweg - also ohne Pads für mich. Eventuelle Äste, die Läufer und Walker behindern könnten, wurden entfernt. Sogar herausragende Wurzeln sind farbig gekennzeichnet. Hier wurde wirklich an alles gedacht. Ein Blick über den See zeigt aber auch, er wächst langsam zu. Aber hier wird es wie überall sein, die kommunalen Töpfe werden immer weniger gefüllt. Kleine Notwendigkeiten bleiben dann eben auf der Strecke. Hier gibt es ja auch nur Ortsvereine und kein Training von „Energie Cottbus“.Die Strecke ist gut gekennzeichnet. Ein kurzes Stück führt parallel zur Autobahn. Für die Läufer und das Wild ist ein Zaun zwischen Laufstrecke und Autobahn, für Brummis dürfte er dagegen kein Hindernis sein. Aber die haben hier ja auch nichts zu suchen.

Am „Kuckuck“, hat sich der Start und Zielbereich schon etwas gefüllt. Aber Walker/Nordic Walker sehe ich nicht. Also bin ich wieder der „Exot“ hier. Manche der heutigen Aktiven habe ich schon bei anderen Laufveranstaltungen gesehen. Aber, wie so oft, werden eben diese kleinen Veranstaltungen von der “allmächtigen“ Regionalpresse unterschlagen. Und so kommt es, dass nur die Eingeweihten, ob Läufer oder Walker, sich hier am Start einfinden.

Und dieses Jahr walke ich sogar allein. Aber das kenne ich ja auch schon vom Branitzer Parklauf her. Dort war ich auch schon zweimal „Alleinunterhalter“.Ich werde vorher aufgeklärt, dass ich dieses Mal auf der Strecke der Läufer mitwalken darf – auch gut. Bin ja die Strecke eben abgelaufen.

Es wird ein schöner Lauf.

Beim Start noch hinter den Läufern habe ich bald mein eigenes Tempo gefunden. Wenn Läufer in der zweiten oder dritten Runde mich überholen, ist der Weg breit genug für alle Aktiven. Das Profil der Strecke liegt mir auch. Die kleinen Mini-Anstiege sind aus dem Lauf heraus zu bewältigen, ohne dass es zum Tempoverlust kommt. Der Beifall der Zuschauer bei jedem Zieldurchlauf gibt sein Übriges dazu. So kommt zum Schluss eine für mich gute Zeit heraus.

Nach der Überquerung des Zielstriches gönne ich mir eine kurze Verschnaufpause.Aber wozu soll ich die vorhandene Dusche benutzen, wenn ein See vorhanden ist.Trockene Sachen im Rucksack, die nassen im Gras und ich im See – eine Wohltat.

Als alle Aktiven das Ziel erreicht haben, gibt es die Siegerehrung. Klar bin ich auch dabei.

Ich war der beste Nordic Walker.

Ich war der älteste Nordic Walker.

Und ich war der einzigste Nordic Walker.

Wenn das nichts ist?

Das Fazit des Tages:

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Wenn es einen 1. und einen 2. Jamnoer Seelauf gegeben hat, dann muss es auch mindestens einen dritten geben.

Bis dahin aber ein Danke an den Veranstalter, an die Helfer und an alle Akteure.

 

 

05. Oktober 2013
(15.  Schwarzenberg-Lauf in Elstra)

 

Ich musste ja wieder einmal etwas tun. Stienitzsee-Open und Saale-Rennsteig-Marathon hatte ich ausgelassen. Da war der nächste Lauf der Schwarzenberg-Lauf in Elstra.
Den kannte ich schon. Also wieder einmal die Laufsachen angezogen, rechtzeitig ins Auto gestiegen und nach Elstra gefahren.


Wenn ich eintreffe ist man gewöhnlich vor Ort noch beim Aufbau. So war es auch wieder hier. Aber wenn ich Eventualitäten einplane und die treten dann nicht ein, dann bin ich eben zur zeitig da. Ist aber kein Problem, außer bei schlechtem Wetter - hatten wir auch schon hier.
Den Parkplatz kannte ich auch schon. Also Auto abgestellt, Sachen mitgenommen und zum Sportplatz gelaufen. Die Zufahrt zum Sportplatz ist schon der erste Anstieg, zählt aber noch nicht. Dann kam das Übliche, Laufobolus entrichten, Startunterlagen empfangen, Sachen ablegen.


Die Schar der Aktiven wurde auch immer größer. Aber wir Nordic-Walker beschränken uns immer auf ein Minimum. Zumindest ist immer einer dabei  .
Ein Stück der Strecke war ich abgelaufen, es hatte sich nichts verändert.


Die Startzeit war heran. Geplant waren erst die Kleinen, dann die Großen, wir sollten nach den Kindern starten. Aber dann waren wir vergessen worden, wir standen immer noch. Ja wann denn nun. Irgendwann wurde es geklärt, die Startzeit auch für uns eingerichtet und dann durften auch wir.


Eigentlich heißt die Erklärung zu diesem Lauf - Rund um den Schwarzenberg. Das ist  Unsinn, wir mussten da hoch!!!
Natürlich ging es dabei auch wieder einmal bergab. Aber nur, um danach wieder bergauf laufen zu müssen. Das Wetter war gut, die Laubfärbung in voller Pracht. Wer das nicht sehen konnte, hätte seine Sonnenbrille abnehmen sollen.
Es war eine 5 km-Runde, die wir demzufolge zweimal absolvieren mussten. Na ja, wer sich für die 5 km entschieden hatte, war eben schon nach einer Runde im Ziel.
Warum nehme ich eigentlich immer den längeren Kanten? Wenn ich Zeit habe, stelle ich mir noch einmal die Frage. Jetzt musste ich noch eine Runde laufen. Die einen waren mir zu langsam, die anderen zu schnell. Und so war ich auf der Strecke mein eigener Alleinunterhalter. Nee, Selbstgespräche führe ich dabei nicht, das kommt vielleicht noch in späteren Jahren. Ob ich dann noch laufe? Ist aber jetzt noch keine Diskussionsbasis.


In Zielnähe war der Moderator zu hören. Die eigene Startnummer wurde angekündigt und dann war der Zielstrich da. Es war eine, für mich annehmbare, Zeit herausgekommen.
Die anschließende Siegerehrung fand MIT den Nordic Walkern statt.
Nur die Urkunden der Platzierten ließen sich einfach nicht drucken und herbeischaffen.
Egal, also wurde erst einmal geduscht, alles reisefertig gemacht, die abgelaufenen Kalorien erneuert und dann trotzdem noch gewartet.
Bloß gut, dass man alles auf die Technik schieben kann, auch wenn es keiner glaubt.
Dann dürften wir auch auf das Siegertreppchen. Ich dürfte mir aussuchen, wo ich mich hinstelle - 2. Platz gesamt und 1. Platz in der Ak.
Und dann war auch dieser Lauf wieder Geschichte und ich um ein paar Pünktchen in der Walking-Serie 2013 reicher.


Trotz der kleinen Unregelmäßigkeiten, sie gehören einfach dazu, ein ganz großes Danke an die Organisatoren und die vielen Helfer, ohne die einfach eine solche Veranstaltung nicht möglich ist.
Ich war nicht das letzte Mal hier.

 

 

19.  Oktober 2013
(46.Branitzer Parklauf in Cottbus)

 

Ich bin wieder einmal beim „Branitzer Parklauf" in Cottbus-Branitz. Wer hier von den Läufern mitläuft, wird gleich in mehreren Cup-Wertungen geführt.
Das ist so wie bei den Politikern - nur einmal arbeiten (oder auch nicht) und trotzdem viel Geld bekommen. Nur die kleinen Leute, hier die Walker und Nordic Walker, lässt man dann draußen im Regen stehen.


Wer hier mitwalken will, muss sich bei den Läufern anmelden, aber hinter seinem Namen „Walker" schreiben. Dann weiß der Veranstalter gleich: Das ist der Böse, der bekommt nichts.


Aber ich bin trotzdem hier. Im vergangenen Jahr war ich Einzelkämpfer, oder noch besser: Der einsame Rufer in der Cottbuser Wüste.
Auch hier ist wieder das Markenzeichen von Cottbus zu erkennen: Mein Verein, meine Strecke, bloß nicht bei anderen mitlaufen. Der Lauf findet an einem Sonnabend statt. Am Sonnabend ist aber jede Woche, auch mit wenigen Teilnehmern die „rbb-Laufbewegung".
Darüber berichten ja auch rbb und LR, es ist ja IHR Lauf. Aber bloß nicht von anderen berichten und wenn, dann erst danach. Es könnte ja sonst passieren, dass jemand bei der „Konkurrenz" mitläuft. Und so wird es begreifbar, dass hier nur Läufer dabei sind, die in einer der  Wertungen integriert sind, oder es sind „ein paar verrückte mit Stöcken" dabei.


Eine furchtbare Stadt.


Das Wetter ist bestens, anders kann man es nicht bezeichnen. Eine leichte Kühle und Sonnenschein. Dazu kommt noch die bunte Laubfärbung. Die äußeren Bedingungen stimmen also. Meine Stimmung ist auch gut, zumal ich auch noch ein paar andere Stockträger sehe.
Bezahlen, Startnummer empfangen - na ja, es ist so wie immer. Ich bekomme die Startnummer 10. Will ich der 10. werden? - nee - das nun wirklich nicht. Kann ich auch nicht werden, so viele sind wir gar nicht. Aber wir haben uns gegenüber dem Lauf im vergangenen Jahr um 400% gesteigert. Die Zahlen immer positiv sehen. Mit Nichts die große Trommel schlagen - habe ich von unserem Regionalblatt LR gelernt.


Beim Start geht es zügig los. Es ist wie immer, Läufer voran und Walker hinterher. Es gibt auch hier höfliche Läufer, die uns den Vortritt lassen. Nur müssen sie uns dann überholen - auch ein Erfolgserlebnis. Bald habe auch ich die Läufer vor mir und den Rest der Walker hinter mir. Die Strecke, 5 km, ist ja auch einfach zu laufen. Einmal um den Branitzer Badesee, ein Stück Branitz, die Kastanienallee, ein Stück im Park, wieder auf die Kastanienallee, wieder im Ort und dann die letzte Gerade zum Ziel.
Nicht nur die Läufer, auch wir Nordic Walker bekommen von den Einwohnern, den Angehörigen der Aktiven und von den vielen Helfern an der Strecke unsere Anerkennung.
Und dann ist der Lauf vorbei.


Ich war der schnellste Nordic Walker, werde aber bei den Läufern gewertet. Jaaaa, aber bei den Läufern war ich auch in der Ü70 der Schnellste - da bin ich wieder Walker - und Walker müssen sich ihre Urkunde selbst abholen.


Was macht dann das Orga-Team im kommenden Jahr?
Ich melde mich dann nicht als Walker an, ich lasse dann auch mal meine Stöcke im Auto. Darf ein Walker laufen=rennen - nein, darf er nicht. Darf ein Läufer gehen= walken? - ja, das darf er. Wie lange und wie oft? - das ist ihm selbst überlassen. Es wird ja dann nur Einfluss auf seine Zeit haben. Auf alle Fälle werde ich am Start und Ziel nach der Seerunde und ins Ziel rennen.


Ich danke den Organisatoren und den Gästen dieses Laufes. Und nehmt bitte meinen Beitrag nicht soooo tierisch ernst.
Wir sehen uns beim kommenden Herbstlauf wieder.

 

 

07. Dezember 2013
(14.  Nikolauslauf in Senftenberg)

 

Das Orkantief „Xaver" der letzten Tage zeigt hier noch ein paar letzte Wirkungen in Form von abgebrochenen Ästen und umgeworfenen Schildern und Aufstellen und ich bin auf dem Weg nach Senftenberg zum Nikolauslauf, dem letzten Lauf des Jahres.
Das Wetter kann man wirklich nicht als Laufwetter bezeichnen, aber was ist schon richtiges Laufwetter?


Der Start ist für 08:30 Uhr angesetzt, alle sollen wahrscheinlich zum Mittagessen nicht auf der Strecke sein. Also wird im noch Dunkeln losgefahren und auf den Sonnenaufgang während der Fahrt gewartet. Der kommt aber nicht, ist zumindest nicht zu sehen.


Parkplatz und Anmeldung wieder in der nahen Schule und Start am neuen Seehafen.


Durch die widrigen Wetterbedingungen gibt es bei einigen Aktiven Verspätungen. Müssen wir eben warten - und wir warten, und warten. Der Wind kommt noch ziemlich stark über den See und dringt durch die Kleidung. Sind ja auch bloß 3 Grad, die wir noch ertragen müssen. Das Cape, das ich mir umhänge, lässt das Ganze dann außen vor. Als wir dann doch noch starten wollen, kommen auch die Verspäteten.


Wir starten dieses Mal in die andere Richtung, entgegen dem Uhrzeiger in Richtung Niemtsch.
Vom Seehafen auf dem Radweg an den Seglern vorbei, zum Badestrand Niemtsch. Auch hier hat sich viel getan, ich war schon lange nicht hier. Durch den Ort Niemtsch geht es dann durch das Waldstück zum Wassersportzentrum Großkoschen. Ein Lichtblick hier ist, dass der Wald den Wind abfängt. Am Wassersportzentrum, schon in Sichtweite von Großkoschen, ist dann der Verpflegungspunkt. Der warme Tee tut gut.
Von Großkoschen kommt nach Kleinkoschen dann das härteste Stück der Strecke. Es gibt eine freie Sicht auf den See. Und von dort kommt ungebremst der Wind und zerrt an der Kleidung. Eine Böe gewinnt gegen mein Cape. Bis zum Ziel sind es jetzt noch ca. 4 km.
Diese letzten Kilometer waren schon Bestandteil des Seenlauf 100. Je weiter ich laufe, desto näher kommen wir in „zivilisierte" Gegenden. Der Hundestrand ist ohne Hunde, der FKK-Strand ohne Badegäste. Nur am Textilstrand sieht man dick eingemummte Gäste, aber ohne Ambitionen, ins Wasser zu steigen. Und dann ist das Ziel erreicht.

Die undurchlässige Folie schützt gegen den Wind vor Auskühlung. Die Getränke sind warm und der Kuchen schmeckt einfach guuuuut.
So gestärkt hole ich mir meine Urkunde und laufe wieder zur Schule, dem Ausgangspunkt. Dort wartet die heiße Dusche.
So wieder aufgebaut, geht es dann nach Hause.


Ein ganz großes Danke an alle die zahlreichen Helfer an der Strecke. Bei solchem Wetter ausharren, auch ohne Verpflegungspunkt, verdient Hochachtung.


Dieses Lauf war einer der bisher härtesten, vergleichbar vielleicht (nur umgekehrt) mit den 36 Grad beim Seenland 100 im Jahr 2010.
Aber auch ein solcher Lauf hält uns nicht davon ab, im kommenden Jahr weiterzumachen.

In diesem Sinne - alles Gute für 2014.

Datenschutzerklärung
powered by Beepworld